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Stuttgart/Öhringen 

Autozulieferer Mahle prüft Verkauf von Industriefilter-Sparte

Der Autozulieferer Mahle prüft einen Verkauf seiner Industriefilter-Sparte.

30.10.2015
  • dpa

Stuttgart/Öhringen. Die Beschäftigten werden nach Angaben einer Sprecherin an diesem Freitag über die Pläne informiert. Betroffen von dem Verkauf wäre vor allem der Standort in Öhringen (Hohenlohekreis). Dort arbeiten laut Betriebsrat 420 Beschäftigte im Industriefilterbereich, rund 390 für das Automotive-Geschäft. Da die beiden Bereiche eng miteinander verzahnt sind, befürchtet der Betriebsrat aber, dass der Verkauf der Industriefilter-Sparte auch negativ auf den anderen Bereich durchschlägt. Die «Stuttgarter Nachrichten» (Freitag) hatten zuvor darüber berichtet.

Mahle begründet die Pläne damit, dass sich durch neue Eigentümer mit einem stärkeren strategischen Fokus neue Wachstumschancen ergeben. Dadurch könne die Profitabilität schneller als bisher verbessert werden, hofft man bei Mahle. Die Überprüfung soll im zweiten Quartal 2016 abgeschlossen sein.

Beim Betriebsrat stoßen die Pläne auf Unverständnis. Das Geschäft sei seit Jahrzehnten ein stabiler Ertragsbringer. «Auch für 2015 wird ein Millionengewinn erwartet. Das hat dem zuweilen stark schwankenden Automotive-Geschäft immer geholfen», sagte die Vorsitzende des Betriebsrates Sonja Hanselmann. Andere Zulieferer hatten ihr Geschäft zuletzt eher breiter aufgestellt. Mahle beschäftigte in Deutschland zuletzt 14 000 Mitarbeiter - der Betriebsrat verhandelt derzeit über eine Beschäftigungssicherung der 30 deutschen Standorte.

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30.10.2015, 12:00 Uhr
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