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Ellwangen

Autobahn-Steinewerfer wegen Mordversuchs vor Gericht

Vor dem Landgericht Ellwangen ist am Donnerstag der Prozess gegen den mutmaßlichen Steinewerfer von der Autobahn 7 eröffnet worden.

16.03.2017
  • dpa/lsw

Ellwangen. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 37-Jährigen versuchten Mord vor. Er habe im vergangenen September in «heimtückischer» Absicht einen zwölf Kilogramm schweren Betonpflasterstein von einer Brücke auf die Fahrbahn geworfen.

Kurz danach prallte der Wagen einer Familie dagegen und überschlug sich mehrfach. Die Eltern und ihre zwei Kinder wurden bei dem Unfall nahe Giengen an der Brenz (Landkreis Heidenheim) schwer verletzt. Die 26-jährige Frau tritt als Nebenklägerin auf. Sie war besonders schwer verletzt worden und ist nach Angaben ihrer Anwältin immer noch in medizinischer Behandlung. Der Frau musste ein Bein unterhalb des Knies amputiert werden. Ihr 33-jähriger Mann ist in dem Verfahren als Zeuge geladen.

Der Angeklagte hat die Tat laut Staatsanwaltschaft gestanden, jedoch bislang keine Angaben zu einem Motiv gemacht. Einem psychiatrischen Gutachten zufolge war «die Steuerungsfähigkeit des Angeschuldigten bei der Tat erheblich vermindert». Oberstaatsanwalt Peter Staudenmaier geht davon aus, dass der Angeschuldigte zumindest eingeschränkt schuldfähig war. Er wurde aus einer psychiatrischen Einrichtung in den Gerichtssaal gebracht.

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16.03.2017, 08:25 Uhr | geändert: 16.03.2017, 10:01 Uhr
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