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Schwanger mit 63 Jahren

Australierin im Rentenalter wird Mutter

04.08.2016
  • DPA

Sydney. Sie ist frisch gebackene Mutter mit 63 Jahren – eine Frau, die fast schon im Rentenalter ist, hat jetzt in Australien mit der Geburt ihrer Tochter nach einer künstlichen Befruchtung eine heftige Debatte über späte Schwangerschaften ausgelöst.

Das Mädchen kam acht Wochen vor dem Geburtstermin am Montag in Melbourne per Kaiserschnitt zur Welt, wie der Sender Channel Seven News berichtete. Mutter und Tochter seien wohlauf. Der 78-jährige Partner der Frau sei bei der Geburt dabei gewesen.

Der Präsident des Ärzteverbandes, Michael Gannon, verurteilte die Frau und ihren Partner als selbstsüchtig. „Hat jemand daran gedacht, wie es ist, wenn das Kind Teenager ist?“ twitterte er am Mittwoch. „Wahnsinn. Mit über 60 sollte man keine Kinder mehr bekommen.“

Auch der Spezialist für Fruchtbarkeit, Gab Kovacs von der Monash- Universität, äußerte sich in Medien kritisch. „Frauen in diesem Alter zu einer Schwangerschaft zu verhelfen, ist unverantwortlich“, sagte er. „Das Kind muss 20 Jahre versorgt werden, und es ist gut möglich, dass die Mutter das nicht kann.“ In Australien würden Frauen mit Kinderwunsch höchstens bis zu einem Alter von 53 Jahren behandelt.

Es sei das erste Kind der Frau, berichtete der Fernsehsender. Sie habe jahrelang vergeblich versucht, sich künstlich befruchten zu lassen. Mit einer gespendeten Einzelle habe es dann schließlich im Ausland geklappt. Medien gaben das Alter der Frau unterschiedlich an, entweder mit 62 und 63 Jahren. Sie ist den Berichten zufolge jedoch die älteste Frau, die in Australien jemals ein Baby zur Welt gebracht hat.

In Deutschland gab es zuletzt eine Mutter, die noch älter war, als sie Kinder zur Welt brachte: Im Mai 2015 hatte eine 65-jährige Berlinerin Vierlinge geboren, nach knapp 26 Wochen Schwangerschaft. Sie war schon mehrfach Mutter. Auch in Deutschland war die im Ausland gezeugte Schwangerschaft auf scharfe Kritik gestoßen.

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04.08.2016, 06:00 Uhr
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