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Närrische Predigt und bunte Prozession

Ausnahmezustand: Morizkirche und Straßen waren voll mit Kostümierten

Die Morizkirche platzte bei der samstäglichen Narrenmesse aus allen Nähten. Anschließend ging es bei der Straßenfasnet in der Königstraße nur im Schneckentempo vorwärts.

02.03.2014

Von Martin Zimmermann

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Die Rottenburger Laufgruppe "Gelbe Engel" und ihr Abschied vom ADeAC.

Die Freien Hexen Rottenburg beim Flug übers Publikum.

Eindeutig: Hier posiert Germanys next Top-Teufel.

Ganz in Grün, mit Augen oben drauf: Auch im Publikum waren die meisten Zuschauer verkleidet.

Die Fahnenschwinger des Rottenburger Fanfarenzugs.

Wehe, wenn Du eingefangen wurdest: Der Konfetti-Korb der Bad Niedernauer Stoagrättle.

Höher, schwärzer, breiter: Die Pyramide des Steinlachtaler Fasnetsvereins Mössingen

Der Narrenverein Bad Niedernau blieb lieber auf dem Boden.

Fasnet macht am meisten Spaß, wenn man sich selbst verkleidet.

Ob Pilz oder Prinzessin - in Rottenburg folgten die meisten diesem Grundatz.

Kein Umzug ohne Lumpenkapellen - so hielt sich die Stimmung auch am Ende des Narren-Wurms.

Die Narrenfreunde Wendelsheim gehörten zu den Gruppen, die mit dem Traktor da waren.

Umzug in Rottenburg: Die Tuders der Narrenzunft Salzstetten.

Umzug in Rottenburg: Die Ahlande.

Umzug in Rottenburg: Früh übt sich, wer ein richtiger Narr werden will.

Umzug in Rottenburg: Ein Aspenwaldknecht aus Öschelbronn beim Tagesgeschäft.

Umzug in Rottenburg: Ein Pyramide der besonderen Art der Narrenzunft Kusterdingen.

Umzug in Rottenburg: Ahland Hoppa.

Umzug in Rottenburg: Tanzgarde der Gesellschaft Zigeunerinsel Stuttgart

Umzug in Rottenburg: Es wurden Süssigkeiten der verschiedensten Arten ausgetauscht.

Rottenburg. „Ich begrüße alle, die schon seit gestern für einen Sitzplatz angestanden sind, und alle, die im Eingangsbereich noch einen Stehplatz ergattert haben“, begrüßte Offizial Thomas Weißhaar die in bunte Kostüme gewandete Gemeinde zu Narrenmesse. Seine Narrenpredigt schloss er mit einem Wunsch, der wohl unerfüllt bleiben wird: „Es wäre schön, wenn ich nächsten Sonntag wieder so viele Menschen in der Kirche begrüßen könnte.“

Während Weißhaar in der Morizkirche in Reimen über die Sorglosigkeit der Lilien auf dem Felde predigte, sammelten sich vor der Kirche bereits die ersten Laufgruppen. Hexen schürten ihre fahrenden Lagerfeuer und öffneten die ersten Bierflaschen.

Hexen schürten die Lagerfeuer

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Straßenfasnet in Rottenburg

Straßenfasnet in Rottenburg

Straßenfasnet in Rottenburg

Straßenfasnet in Rottenburg

Straßenfasnet in Rottenburg

Straßenfasnet in Rottenburg

Straßenfasnet in Rottenburg

Straßenfasnet in Rottenburg

Straßenfasnet in Rottenburg

Straßenfasnet in Rottenburg

Straßenfasnet in Rottenburg

Straßenfasnet in Rottenburg

Straßenfasnet in Rottenburg

Straßenfasnet in Rottenburg

Straßenfasnet in Rottenburg

Straßenfasnet in Rottenburg

Straßenfasnet in Rottenburg

Straßenfasnet in Rottenburg

Straßenfasnet in Rottenburg

Straßenfasnet in Rottenburg

Straßenfasnet in Rottenburg

Straßenfasnet in Rottenburg

Straßenfasnet in Rottenburg

Zunftmesse in St. Moriz: Zelebrant Offizial Thomas Weißhaar.

Zunftmesse in St. Moriz.

Zunftmesse in St. Moriz.

Zunftmesse in St. Moriz..

Zunftmesse in St. Moriz.

Zunftmesse in St. Moriz.

Zunftmesse in St. Moriz.

Zunftmesse in St. Moriz.

Dann setzte sich der kleine Umzug in Bewegung. Vorneweg zwei falsche Kleriker der rustikaleren Art. Einer schwenkte den Weihwasserkessel, während sein Kamerad mit einer Klobürste als rustikaler Variante des Aspergils Weihwasser verspritzte. Hinterdrein marschierten der Fanfarenzug mit seiner Anführerin Annerose Richter, die Ahlandkapelle und zahlreiche Lumpenkapellen.

Die Laufgruppe Widmayer und Wiedmayer ist aus der Jugendgruppe der Stadtkapelle hervorgegangen. Seit zehn Jahren gibt es die Laufgruppe, deshalb verkleideten sie sich heuer als Sahnetorten. Doppelt so lange, nämlich bereits 20 Jahre gibt er die Heuberger Hexen. Sie brauten sich zu ihrem Jubiläum ein eigenes Heuberger Hexen-Bier.

Von den Lilien auf dem Felde predigte Offizial Thomas Weißhaar am Samstag in der Narrenmesse in St. Moriz. Auch die jüngeren Kirchgänger (rechts) lauschten ihm andächtig. Bild: Sommer

Vor vier Wochen kommentierte Lutz Vieweg noch im Pompele-Häs den Umzug des Narrentreffens. Beim kleinen Umzug vom Morizplatz zum Marktplatz lief er jetzt als Barbar. „Meine Ehefrau stammt aus Düsseldorf, aber ich habe ihr inzwischen beigebracht, Narri-Narro und nicht mehr Helau zu schreien“, sagt Vieweg.

Schneeflöckchen, weiß Röckchen

Dem ausgefallenen Winter trauerten zwei verschieden Laufgruppen nach. Die eine hatte sich als Schneeflocken, die andere als Schneemänner verkleidet. Als Shaun das Schaf ging eine Rottenburger Clique, deren Mitglieder in Hamburg, Chemnitz und Dortmund studieren, aber jedes Jahr an der Fasnet zurück in die Heimat kommen, um sich als Laufgruppe zu präsentieren. Klassenkameraden in der Kreuzerfeld-Realschule sind die Stadtgärtner mit ihren Gießkannen und Plastikblumen.

Zunftmesse in St. Moriz. Bild: Sommer 01.03.2014 Zunftmesse in St. Moriz. Bild: Sommer 01.03.2014

Mit Anzug und Zylinder präsentierten sich die drei Bürgermeister Stephan Neher, Volker Derbogen und Thomas Weigel. „Meine Jeans darf ich ja nicht mehr tragen. Deshalb will ich jetzt den Titel bestangezogener Bürgermeister. Es kann doch nicht sein, dass immer nur der Palmer alles abräumt“, scherzte Neher. Neben Neher lief eine Radarsäule mit der Aufschrift „Stephans bester Mitarbeiter.“

Einige Gruppen parodierten auch lokalpolitische Ereignisse. So hatte sich eine Gruppe als Marktplatz-Poller verkleidet, eine weitere als gelbe Ade-AC Engel.

Schweizer Garde für den Bischof

Mit Silikon-Gugelhupfformen auf dem Kopf und Hellebarden marschierte eine Gruppe als Stadtgarde mit dem Logo der Diözese. Begründung: „Wenn unser Bischof sich so ein schönes neues Ordinariat hinstellt, kann er bestimmt auch eine eigene Schweizergarde brauchen.“ Die orangefarbenen Kostüme hatten sich die Stadtgardisten aus dem Stoff der letztjährigen Möhrenkopf-Kostüme genäht.

Neu war in diesem Jahr auch die Gruppe Käsespieße, die eben solche Käse-Trauben-Spieße an die Zuschauer verteilten. Schon im letzten Jahr zu sehen war dagegen die Blechbüchsen-Armee. Immer hinter einander hergehen mussten fünf Narren, die sich als Hamburger verkleidet hatten: Zwei waren ein Brötchen und je einer Fleisch, Tomate und Salatblatt.

Ein ganzes Schneeflocken-Gestöber mit gletscher-blauen Perücken trauerte eiskalt dem ausgefallenen Winter hinterher.

In der Königstraße war das Gedränge derart dicht, dass es nur in Trippelschritten vorwärts ging. Gegen Mittag verlagerte sich das Geschehen in die Kneipen und ins Zunfthaus. Im „Hirsch“, in der „Cafe-Bar“ und im Zunfthaus-Keller beispielsweise war der Andrang zeitweise so groß, dass sich Schlangen bildeten und nur schubweise neue Gäste hineingelassen wurden. Die letzte schwierige Aufgabe vor dem Heimweg war für viele Narren das Wiederfinden der eigenen Jacke.

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Erstellt:
2. März 2014, 12:00 Uhr
Aktualisiert:
2. März 2014, 12:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 2. März 2014, 12:00 Uhr

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