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Mehr Kranke im Kreis

Ausfalltage liegen jedoch unter Landesniveau

Der Krankenstand im Landkreis Tübingen ist 2015 gestiegen. Die Ausfalltage nahmen im Vergleich zum Vorjahr um deutliche 0,6 Prozentpunkte zu.

15.08.2016
  • ST

Tübingen. Mit 3,4 Prozent gab es in der Region einen geringeren Krankenstand als im Landesdurchschnitt (3,5 Prozent). Laut DAK-Gesundheitsreport waren an jedem Tag des Jahres von 1000 Arbeitnehmern 34 krankgeschrieben. Der höchste Krankenstand in Baden-Württemberg wurde mit 4,0 Prozent im Neckar-Odenwald-Kreis und im Landkreis Biberach verzeichnet, der niedrigste (2,9 Prozent) in Heidelberg.

Die aktuelle Analyse der DAK-Gesundheit für den Landkreis Tübingen zeigt die wichtigsten Veränderungen bei der Zahl und Dauer der Krankschreibungen. Die meisten Ausfalltage erfolgten aufgrund von Muskel-Skelett-Erkrankungen wie Rückenleiden. Diese Diagnose war Ursache für mehr als jeden fünften Fehltag. Atemwegserkrankungen wie Schnupfen oder Bronchitis kamen mit 18,1 Prozent auf den zweiten Platz, wobei es hier einen Anstieg um über 30 Prozent zum Vorjahr gab. Dagegen gingen die psychischen Erkrankungen leicht zurück und liegen unter dem Landesdurchschnitt.

Für die Studie wurden die Fehlzeiten aller erwerbstätigen Mitglieder der DAK-Gesundheit in Baden-Württemberg (720 000) und im Landkreis Tübingen (20000) ausgewertet. Es wurden zudem bundesweit mehr als 5000 Beschäftigte im Alter von 18 bis 65 Jahren befragt. Ein Fazit: Frauen in Baden-Württemberg fehlen häufiger im Job als Männer. Ihr Krankenstand lag im vergangenen Jahr neun Prozent höher.

Im Landkreis Tübingen betrug der Unterschied ebenfalls neun Prozent. Im Landkreis Tübingen leiden Männer häufiger (plus 235 Prozent) an Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Bei psychischen Erkrankungen wie beispielsweise Depressionen haben Frauen im Landkreis dagegen 76 Prozent mehr Ausfalltage. Auch bei den Krebsleiden liegen sie mit 201 Prozent über denen der Männer, was durch das vergleichsweise frühe Auftreten von Brustkrebs bedingt ist. Die häufigste Krebserkrankung bei Männern, der Prostatakrebs, trete hingegen erst im höheren und oft nicht erwerbstätigem Alter auf.

Obwohl Frauen den höheren Krankenstand haben, schleppen sie sich häufiger als Männer krank zur Arbeit. 64 Prozent der Frauen im Land waren 2015 mindestens einmal krank bei der Arbeit, bei den Männern nur 56 Prozent. Als Hauptgründe gaben Frauen in der Befragung an, dass sie ihre Kollegen nicht hängen lassen wollten (84 Prozent) oder auch ihre Arbeit fertigstellen müssten (75 Prozent). Wenn ihre Kinder krank sind, melden sich hingegen viele Frauen selbst krank. Jede fünfte Frau in Baden-Württemberg sagte in der Befragung, dass sie sich nicht anders zu helfen wisse. Bei den Männern sagen das nur 11,8 Prozent.

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15.08.2016, 01:00 Uhr
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