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Schwabenfest eröffnet

Auftakt auf dem Wasen - Weinfassanstich im Cannstatter Oberamt

Das Cannstatter Volksfest ist offiziell eröffnet. OB Schuster hat das Bierfass mit zwei Schlägen angezapft. Drei brauchte Bezirksvorsteher Thomas Jakob für das Weinfass im Cannstatter Oberamt.

24.09.2011

Von EDGAR REHBERGER

Stuttgart Das 90-minütige Eröffnungsprogramm war kurzweilig, auch weil Moderator Martin Seidler auf übertriebenen Humor verzichtete. Sein Vorgänger Hansy Vogt fehlte dennoch nicht. Er durfte mit seinen Feldbergern zwei Mal auf die Bühne. In diesem Jahr wurde das Bierfass von Akrobatin Katherina Müller mit den Füßen auf die Bühne balanciert. Eine neue Variante, nachdem es in den Vorjahren angeflogen, angefahren und angetragen kam. Bereits nach 15 Minuten waltete Oberbürgermeister Wolfgang Schuster seines Amtes. Er begrüßte zunächst die Gäste auf dem "Wasen" zum "größten Fest der Schwaben und dem schönsten Fest Deutschlands". Mit zwei wuchtigen Schlägen steckte der Spund im Fass und es hieß "Die Krüge hoch". Passend dazu sang Stefan Mross "Ein Prosit der Gemütlichkeit".

Überhaupt dominierten im Musikprogramm TV-bewährte Gesichter wie die Schürzenjäger, die sich neu formiert haben und zum großen Finale "Sierra Madre" anstimmten, Mungo Jerry mit seinem 40 Jahre alten Sommerhit "In the Summertime" und Markus Wolfahrt, vormals Frontmann der Klostertaler. Sehenswert war die Darbietung von Victoria und Sos Petrosyan mit ihrer Quick-Change-Show. In Windeseile wurden die Kleider gewechselt. Für Lokalkolorit sorgte Kabarettist Christoph Sonntag, der auf die geänderte Sprechgeschwindigkeit hinwies, seit Winfried Kretschmann das Ländle regiert.

Sonntag nahm dann Stuttgart 21 aufs Korn. Die Volksabstimmung nannte er "politisches Kreuzworträtsel". Es kommt das raus, was man vorher schon weiß. "Dann wird gebaut, was man eh schon baut." Auch die SMS-Panne seines "Kabarett-Kollegen" Werner Wölfle bekam ihr Fett weg. Später spielte er mit persönlichem Geigeneinsatz die Schwabenhymne "So senn mir".

Eine etwas andere Volksfesteröffnung gab es zum zweiten Mal im Cannstatter Oberamt. "Wir brauchen kein TV, sondern nur nette Leute - wie hier im Oberamt", betonte Moderator Werner Find. Wasenbürgermeister Michael Föll brachte als Cannstatter sehr gerne die Grüße der Landeshauptstadt mit. "Das Oberamt ist die Herzkammer des Volksfestes." Deshalb sei es richtig und gut, dass hier eine Volksfesteröffnung stattfinde. Dies unterstützte auch die Landtagsabgeordnete Friedlinde Gurr-Hirsch, die Cannstatt als "Nucleus des Weines" bezeichnete. Hermann Hohl, der Präsident des Württembergischen Weinverbandes, freute sich, dass Andreas Zaiß als Festwirt die Tradition seines Vaters Dieter fortsetzt. "Ich bin froh, dass du auf dem Volksfest der Botschafter des Weines bist."

Bezirksvorsteher Thomas Jakob schritt dann zum Fassanstich, nicht ohne zuvor noch einen Weinspruch preiszugeben: "Freundschaft, die beim Wein gemacht, hält oftmals nur eine Nacht. Doch ist der Wein vom Zaiß, hält es lebenslang, wie man weiß."

Die etwas andere Volksfesteröffnung im Cannstatter Oberamt: Büttel Wolfgang Pfeffer, Bezirksvorsteher Thomas Jakob und Weinvogt Andreas Zaiß beim Weinfassanstich. Foto: Rehberger

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Erstellt:
24. September 2011, 12:00 Uhr
Aktualisiert:
24. September 2011, 12:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 24. September 2011, 12:00 Uhr

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