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Das politische Buch

Aufklärung tut gut

Steffen Martus, Aufklärung. Das deutsche 18. Jahrhundert. Rowohlt, Berlin. 1033 S. 39,95 Euro.

14.12.2015
  • GHA

Gerade in diesen Zeiten, da der Westen einen aufreibenden Kampf gegen eine Ideologie führt, die sich explizit gegen die zentralen Errungenschaften der Aufklärung wendet, ist es nützlich, sich fachkundig durch jenes Jahrhundert führen zu lassen, dem wir die Ideen der Selbstbestimmung des Menschen, der Legitimation von Herrschaft und der Freiheit öffentlicher Meinungsbildung verdanken. Der Autor blickt zugleich in die Vergangenheit und auf die Gegenwart, wenn er die anhaltende Bedeutung der Aufklärer in Philosophie, Literatur und Publizistik des 18. Jahrhunderts beschreibt.

Natürlich steht Immanuel Kant im Zentrum dieses monumentalen Werks, aber nicht etwa als verehrter Held der Aufklärung, sondern als "begnadeter Werbetexter", wie Steffen Martus etwas flapsig bemerkt. Das zeugt jedoch nicht von Geringschätzung, im Gegenteil: Der Großphilosoph aus Königsberg prägte nach Ansicht des Berliner Professors mit seinen Schriften und Lehrsätzen wie kein anderer das Bild einer ganzen Epoche und einer bis heute gültigen Denkschule. Kant predigte den Mut, sich des eigenen Verstands zu bedienen, und damit ebnete er den Weg für Mündigkeit, Kritikfähigkeit und Gleichberechtigung.

Aufklärung tut gut - unverändert und bis in die Gegenwart. Sie bewahrt vor Selbstgewissheit, Vorurteilen und Engstirnigkeit. Vielleicht sogar vor Hass, Fremdenfeindlichkeit und Terror. Insofern sind die Imperative Kants und die Einsichten seiner Zeitgenossen Lessing, Herder und Gottsched ebenso hochaktuell wie nachhaltig.

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14.12.2015, 08:30 Uhr
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