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Fußball

Aufholjagd im Frankfurter Hexenkessel

Mit dem Heimvorteil im Rücken will die Eintracht trotz Zwei-Tore-Rückstands gegen Benfica Lissabon ins Halbfinale der Europa League einziehen.

18.04.2019

Von SID

Höhere Mächte muss Goncalo Paciencia von Eintracht Frankfurt nicht beschwören, um am Donnerstag gegen Benfica zu bestehen. Mit einer soliden Leistung ist ein Sieg mit zwei Toren Vorsprung im Rückspiel möglich. Foto: Arne Dedert

Es soll ein magischer Fußball-Abend werden. 39 Jahre nach dem Triumph im Uefa-Cup will DFB-Pokalsieger Eintracht Frankfurt erstmals wieder das Halbfinale eines europäischen Wettbewerbes erreichen und seinen bislang so erfolgreichen Auftritt in der Europa League vorläufig krönen. „Von einem solch außergewöhnlichen Spiel haben wir immer geträumt. Wir werden Benfica einen Hexenkessel bereiten“, sagte Eintracht-Vorstand Axel Hellmann vor dem Viertelfinal-Rückspiel gegen den portugiesischen Rekordmeister aus Lissabon.

Die ganze Stadt fiebert der Partie an diesem Donnerstag (21 Uhr/RTL) entgegen, 48 000 Zuschauer wollen ihre Mannschaft in der ausverkauften Arena zum Sieg brüllen. „In solch einem Spiel brauchst du große Emotionen. Wir werden sicher von unseren Fans getragen werden“, sagte Trainer Adi Hütter am Mittwoch. Und Defensivspieler Gelson Fernandes ergänzte: „Dieses Stadion begeistert ganz Europa. Wir wollen die Kraft und die positive Energie von den Rängen mitnehmen.“ Das wird auch nötig sein, denn nach dem 2:4 im Hinspiel befinden sich die Hessen in der Verfolgerrolle. Doch das hat den Ehrgeiz des letzten deutschen Teilnehmers nur zusätzlich angestachelt. „Natürlich macht es uns stolz, als einzige deutsche Mannschaft noch in Europa vertreten zu sein. Jeder schaut jetzt auf Frankfurt“, sagte Nationaltorwart Kevin Trapp. „Wir haben die Qualität, es noch zu schaffen. Das ist unser Ziel.“

Ein 2:0 oder 3:1 muss mindestens her – zur Not auch noch ein 4:2, was Verlängerung und möglicherweise Elfmeterschießen bedeuten würde. Zweifel daran, dass dies gegen den Tabellenführer aus Portugal um Jahrhunderttalent Felix Joao gelingt, lassen die Frankfurter im Vorfeld nicht aufkommen. „Die Kampfeslust ist geweckt. Wir wollen das mit den Fans im Rücken umbiegen. Wir sind immer in der Lage, zwei Tore zu schießen“, tönte Sebastian Rode.

Zusätzlich befeuert werden die Frankfurter Hoffnungen durch eine wichtige Personalie. Abwehrspieler Martin Hinteregger, der sich am vergangenen Sonntag gegen Augsburg eine Oberschenkelblessur zugezogen hatte, meldete sich vor dem Abschlusstraining fit. Außerdem hat Eintracht Frankfurt die Kaufoption für Luka Jovic gezogen und den von Europas Topvereinen umworbenen Stürmer fest an sich gebunden.

Von seiner Mannschaft erwartet Coach Adi Hütter, dass sie „mit Freude und Spaß in das Spiel geht und Leidenschaft zeigt“. Schließlich soll der Traum vom Finale in Baku noch nicht enden. Selbst der Portugiese Goncalo Pacienca, der mit seinem Tor zum 2:4 im Hinspiel die Eintracht-Hoffnungen auf das Weiterkommen am Leben hielt, weiß um die historische Bedeutung der Partie für den 120 Jahre alten Verein: „Sollten wir das tatsächlich schaffen, würde Frankfurt Kopf stehen“, sagte der Stürmer und versprach: „Wir werden beweisen, dass wir Charakter und Leidenschaft haben.“ sid

Das Maskottchen Benficas, ein Adler mit dem Namen Vitoria. Foto: Arne Dedert/dpa

Das Frankfurter Maskottchen Adler Attila. Foto: dpa

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Erstellt:
18. April 2019, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
18. April 2019, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 18. April 2019, 06:00 Uhr

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