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Flüchtlingspolitik: Merkel verliert immer mehr an Zustimmung

Auf einem Tiefpunkt

Vier von fünf Deutschen sind überzeugt, dass die Bundesregierung in Sachen Flüchtlingszustrom die Lage nicht mehr im Griff hat. Merkels Beliebtheit bröckelt, die AfD gewinnt weiter an Boden.

05.02.2016

Von DPA

Berlin. Die Sympathiewerte für Kanzlerin Angela Merkel (CDU) sind wegen ihrer Flüchtlingspolitik im Keller. Laut ARD-"Deutschlandtrend" büßt sie 12 Punkte auf 46 Prozent ein - der niedrigste Wert seit August 2011. Merkels drastischer Umfrage-Knick passt zur schlechten Stimmungslage für Schwarz-Rot und insbesondere die Union. 81 Prozent der von Infratest dimap Befragten finden, die Bundesregierung habe die Lage nicht im Griff.

38 Prozent sind mit der Arbeit der Koalition zufrieden oder sehr zufrieden - 13 Punkte weniger als im Vormonat. Dagegen sind 61 Prozent weniger oder gar nicht zufrieden (plus 13). Bei der so genannten Sonntagsfrage verlieren CDU und CSU im Vergleich zum Vormonat 4 Punkte auf 35 Prozent. Der Koalitionspartner SPD verharrt bei 24 Prozent.

Der Stimmungsumschwung für Merkel ist Wasser auf die Mühlen der rechtskonservativen Alternative für Deutschland (AfD). Sie gewinnt 3 Punkte und kommt auf 12 Prozent - den höchsten Wert, der bisher für diese Partei gemessen wurde.

An der Spitze der beliebtesten Politiker liegen Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) mit 70 Prozent Zustimmung (minus 1) und Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) mit 64 Prozent (minus 8). Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel erreicht ähnlich wie im Vormonat 45 Prozent, genauso wie CSU-Chef Horst Seehofer.

63 Prozent befürworten eine Obergrenze bei der Aufnahme von Flüchtlingen, 2 Punkte mehr als im Januar. Verschärfungen im Asylrecht finden breite Zustimmung. Die Kürzung von Sozialleistungen für Flüchtlinge, die sich nicht integrieren wollen, befürworten 88 Prozent. Dennoch ist die Akzeptanz einiger Fluchtgründe weiter hoch: 94 Prozent finden die Aufnahme von Menschen richtig, die vor Kriegen fliehen. Selbst bei AfD-Anhängern unterstützen dies 76 Prozent.

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Erstellt:
5. Februar 2016, 08:30 Uhr
Aktualisiert:
5. Februar 2016, 08:30 Uhr
zuletzt aktualisiert: 5. Februar 2016, 08:30 Uhr

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