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Auf der Suche nach den Schwächen
Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) ist derzeit in Schulen im Land unterwegs. Gesprächsbedarf gibt es. Foto: dpa
Pädagogik

Auf der Suche nach den Schwächen

An den Schulen gibt es viel zu verbessern – und viel Gesprächsbedarf, wie die Kultusministerin erfährt.

17.10.2017
  • LSW

Althengstett. Montagmorgen, dritte Stunde in der Gemeinschaftsschule Althengstett: Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) beugt sich über die Schüler und fragt nach Berufswünschen. „Grundschullehrerin“, antwortet ein Mädchen. Die Augen der Ministerin leuchten auf. „Sehr gut, da habe ich hohen Bedarf.“

Dass Lehrkräfte fehlen, ist ein großes Thema im Land. Verantwortlich für das schlechte Abschneiden der Grundschüler Baden-Württembergs bei der neuen IQB-Bildungsstudie ist der Lehrermangel Eisenmanns Einschätzung zufolge aber nicht.

Es liege vor allem daran, dass der Leistungsstand extrem unterschiedlich sei. „Wir haben Grundschulen, in denen manche in Klasse Eins schon lesen können, während andere noch nicht mal einen Stift halten können.“ Dazu trägt auch der gestiegene Migrantenanteil in den Klassen bei, der in Baden-Württemberg mittlerweile bei über 40 Prozent liegt. Auch die Inklusion von behinderten Schülern spielt eine Rolle.

Extrem geforderte Lehrer

Die Lehrer sind angesichts dieser Unterschiedlichkeit ihrer Schüler extrem gefordert. Für Eisenmann müsse geprüft werden, ob Lehrer bereits in der Ausbildung ausreichend darauf vorbereitet werden, mit Inklusion und heterogenen Gruppen umzugehen. Suzan Abel, Klassenlehrerin einer sechsten Klasse, wünscht sich mehr Raum für individuelle Förderung: „Ich kann oft nicht ausreichend auf die Bedürfnisse des Einzelnen eingehen.“ Die Gemeinschaftsschule Althengstett hat extra Förderstunden eingerichtet.

Ab dem Schuljahr 2018/19 sollen laut Ministerium deshalb „Poolstunden“ den Grundschülern mehr Zeit geben, sich in Deutsch und Mathematik zu verbessern. Dafür den Fremdsprachenunterricht in den ersten beiden Schuljahren abzuschaffen, hält sie für richtig. Konzepte, die in anderen Ländern Erfolg gezeigt haben, sollen Baden-Württemberg wieder nach vorne bringen. Mit zentralen Klassenarbeiten in der zweiten Klasse könnten die Schüler danach individuell auf die weiterführenden Schulen vorbereitet werden. dpa

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17.10.2017, 06:00 Uhr
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