Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag zu erstellen.
Anmelden
Auf der Suche nach dem originalen Klangbild
Begeistert in der Stiftskirche mit subtiler Stabführung: Helmuth Rilling. Foto: Holger Schneider/
Musikfest

Auf der Suche nach dem originalen Klangbild

Standing Ovations: Helmuth Rilling dirigiert nach vier Jahren wieder ein Konzert der Bachakademie.

08.09.2017
  • HANNS-HORST BAUER

Stuttgart. Für die beim Musikfest Stuttgart bestens etablierte Reihe „Sichten auf Bach“ hat die Internationale Bachakademie hochkarätige Interpreten eingeladen, neben Konrad Junghänel und seinem Cantus Cölln unter anderen Helmuth Rilling, der zusammen mit dem Jungen Stuttgarter Bach Ensemble (JSB) zwei von ihm selbst ausgewählte Bachkantaten, BWV 146 und 149, interpretierte.

Rillings Abschied von der von ihm 1981 gegründeten und bis 2012 geleiteten Bachakademie war nicht ganz so harmonisch über die Bühne gegangen, wie er und sein Nachfolger Hans-Christoph Rademann es sich vorgestellt hatten. Bei der offiziellen Stabübergabe im Juni 2013 war Rilling deshalb versöhnlich avisiert worden, dass man ihn auch weiterhin gerne als Gastdirigenten begrüßen würde. Jetzt war es endlich soweit. In der Stuttgarter Stiftskirche hatten sich, die Altersstruktur ließ es vermuten, zahlreiche Rilling-Fans versammelt und natürlich auch andere Bach-Anhänger, um den Maestro begrüßen zu können.

Wer Rilling in den vergangenen Monaten live erleben wollte, der musste schon nach Barcelona zur International Federation for Choral Music reisen oder nach Weimar, wo er gerade im Rahmen der Thüringer Bachwochen junge Musiker aus aller Welt zum Studium und zur Aufführung von Bach-Kantaten eingeladen hatte. Im Herbst führt er in Moskau das Mozart-Requiem und Bachs Magnificat auf, kurz vor Weihnachten in Minneapolis Händels „Messias“ und Bachs Weihnachtsoratorium.

Im persönlichen Gespräch vor dem Konzert, auf das er sich, wie er ausdrücklich betont, sehr gefreut hat, sagt Rilling, er wolle mit diesen Terminen zeigen, dass es für ihn noch keinen „Ruhestand“ gibt. Nach wie vor beschäftigt ihn in der Auseinandersetzung mit Bachs Werk die Frage: „Welcher Gedanke hat den Meister bewogen, gerade so und nicht anders zu komponieren?“

Ohne negative Gefühle

Auch wenn er die Neuerungen der Bachakademie nach seinem Abschied nicht alle nachvollziehen kann, liegt es ihm „völlig fern“, sie zu kritisieren. „Ich denke schon“, sagt er ohne negative Gefühle, „ dass die Bachakademie nicht so weitermachen konnte, wie das unter meiner Leitung prägend der Fall war“, gibt aber schon zu bedenken, dass die Suche nach dem originalen Bach-Klangbild „nicht ganz einfach“ sei.

Für sein bewegendes, geradezu liebevoll bis ins kleinste musikalische Detail ausgedeutete Bachbild konnte Helmuth Rilling mit subtiler Stabführung offensichtlich nicht nur das prächtige, aus jungen Musikern und Sängern aus 20 Nationen zusammengestellte JSB-Ensemble begeistern, sondern auch die Konzertbesucher im voll besetzten Kirchenschiff. Standing Ovations. „Schade nur“, bedauerten nicht wenige Besucher, „dass es kein Gesprächskonzert wie früher war“.

Hanns-Horst Bauer

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

08.09.2017, 06:00 Uhr
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar zu verfassen.
Anmelden

Newsletter-bestellen

· Samstags verschicken wir die News der Woche, unser Klassiker: Die wichtigsten Themen und Geschichten direkt im E-Mail-Postfach. So bleiben Sie auch in der Ferne immer informiert, was in und rund um Tübingen passiert.
· Werktags versenden wir um 9 Uhr die News am Morgen mit den wichtigsten aktuellen Nachrichten.
· Sonntagabend kommt unser Sport-Newsletter mit den wichtigsten Lokalsport-Berichten und Ergebnissen vom Wochenende.

Um unsere Newsletter zu erhalten, müssen Sie sich anmelden oder sich neu als Benutzer registrieren. Ihre Daten werden ausschließlich für die Newsletter (nur falls Sie weitere Angebote des Verlags Schwäbisches Tagblatt wählen, auch für diese) verwendet. Ihre Daten werden nicht an andere Unternehmen weitergegeben.

Nachrichten aus ...
Reutlingen Wannweil Pliezhausen Walddorfh�slach Ammerbuch T?bingen Dettenhausen Kirchentellinsfurt Kusterdingen Gomaringen Dusslingen Ofterdingen Mössingen Nehren Bodelshausen Hirrlingen Neustetten Rottenburg Starzach Horb
Das Tagblatt bei
Facebook Google+ Twitter Instagram
Video-News: Aus Land und Welt
Heute meistgelesen
Wirtschaft im Profil
Wirtschaft im Profil

Die aktuelle Ausgabe unseres Business-Magazins Wirtschaft im Profil
Neueste Artikel
Anzeige

Themen-Dossiers

Themen-Dossiers
Single des Tages
date-click
Das Tagblatt als E-Paper

Kontakt zum Kundenservice

Abonnement
07071/934-222
vertrieb@tagblatt.de

Anzeigen
07071/934-444
anzeigen@tagblatt.de

Kontakt zu den Redaktionen

Schwäbisches Tagblatt Tübingen
07071/934-0
redaktion@tagblatt.de

Neckar-Chronik Horb
07451/9009-30
nc@neckar-chronik.de

Tagblatt Online         
07071/934-314
online@tagblatt.de

Steinlach-Bote Mössingen
07473/9507-0
sb@tagblatt.de

Rottenburger Post
07472/1606-16
ro@tagblatt.de

Reutlinger Blatt
07121/3259-50
rt@tagblatt.de

Tagblatt Anzeiger
07071/934-344
tagblatt-anzeiger@tagblatt.de

Wirtschaft im Profil
07071/934-166
wip@tagblatt.de


Oder nutzen Sie unser Kontaktformular