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Auf den Spuren des Wappentiers durch die Stadt
Felix Lutz (10) gefällt das Pferd vor dem Haus der Geschichte besonders. Foto: Caroline Holowiecki
Tourismus

Auf den Spuren des Wappentiers durch die Stadt

Zwischen Rossbolla und Porsche-Logo: Eine neue Stuttgart-Tour dreht sich ums Pferd.

27.04.2018
  • CAROLINE HOLOWIECKI

Stuttgart. Die Landeshauptstadt trägt das Pferd im Wappen. So viel ist bekannt. Aber woher kommt es, warum hat es die Entwicklung Stuttgarts so sehr geprägt, und wo wird daran erinnert? Die neue Stadtführung „Zwischen Haferblues und Rossbolla“ geht dem auf den Grund, denn Tier und Ort sind nicht nur bildlich verbunden, auch wörtlich. Mitte des 10. Jahrhunderts hatte Liudolf, Herzog von Schwaben und Sohn von Otto dem Großen, im grünen Kessel ein Gestüt aufgebaut und somit den Grundstein für „Stutengarten“ gelegt.

Die Tour-Premiere war mit knapp 25 Interessierten schon mal gut besucht – „weil es ein witziges Thema ist und man gar nicht weiß, was einen erwartet“, erklärte Anja Lutz aus Grötzingen bei Nürtingen. „Wir machen im Urlaub immer so viele Stadtführungen. Aber in Stuttgart hört‘s bei Wilhelma, Mercedes-Benz-Museum und Königstraße auf“, sagte ihr Verwandter Andreas Deg aus Göppingen. Gut, dass die Erfinderin der Tour, Stefanie Sauerhöfer, Dinge zeigt, die viele Einheimische noch nie gesehen haben. Etwa ein großes Steinrelief in der Passgage von der Touristen-Info zur Oper. Das weist darauf hin, dass an dieser Stelle der königlich-württembergische Marstall (1807 bis 1918) war, einst auf der Solitude einfach ab- und im Kessel neu aufgebaut. Auch die kleinen Pferdchen und Posthörner an den Säulen im Durchgang zwischen Kronen- und Thouretstraße beachtet vermutlich kaum jemand.

Wo heute Büros und Geschäfte sind, stand früher die Oberpostdirektion, auch war in der Nähe der erste Bahnhof. „Mit zehn Geschossen war das in den 20ern das erste Hochhaus zusammen mit dem Tagblattturm“, so Stefanie Sauerhöfer.

In nur einer Stunde geht's auf Schusters Rappen durch Schloss- und Akademiegarten, zum Haus der Geschichte, zum Karlsplatz und zum Alten Schloss. Dabei werden die Besucher auf versteckte Stadtlogos, Reitertreppen oder den Verlauf einer der ersten Pferdebahnen Deutschlands gestoßen. Zwischendurch gibt's Anekdoten, etwa zum Porsche-Logo, das nicht nur ein Pferd, sondern auch die Farben Württembergs zeigt, oder zu Friedrich I., dem ersten König von Württemberg, der als Hüne mit 200 Kilo seinem Beinamen Dicker Friedrich alle Ehre machte und seine Stute Helene so sehr liebte, weil die sich wie ein Kamel zum Aufsteigen hinlegen konnte.

Dem beliebtesten Stuttgarter Gaul, dem Pferdle mit seinem Äffle, begegnet man im Stadtbild nirgends. Es bleibt bei der Geschichte über den Haferblues und wer ihn erfand. Versöhnt werden die Teilnehmer mit einem Rossbolla. Der hat – zum Glück – nichts vom Pferd, sondern nur Nougat, Wibele und ganz viel Schokolade. Caroline Holowiecki

Info Die Teilnahme an der Tour kostet 12,50 Euro. Termine: 11. Mai, 16. Juni, 13. Juli, 21. September und 13. Oktober. Buchung und Infos: Telefon (0711) 222 81 23, Mail an info@stuttgart-tourist.de.

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27.04.2018, 06:00 Uhr
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