Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag zu erstellen.
Anmelden
Auf dem Weg zurück
Die FDP-Spitzenkandidaten in Baden-Württemberg, Hans-Ulrich Rülke, (von links) und Rheinland-Pfalz, Volker Wissing, mit Bundeschef Christian Lindner. Foto: dpa
FDP legt bei allen drei Landtagswahlen zu - Demnächst wieder Liberale in Regierungen?

Auf dem Weg zurück

Die Erfolge bei den drei Landtagswahlen sind für die FDP ein wichtiger Schritt auf dem mühsamen Weg zum Wiedereinzug in den Bundestag.

15.03.2016
  • DIETER KELLER

"Die FDP ist dabei, sich als zurückgekehrter politischer Partner zu etablieren." Parteichef Christian Lindner ist anzumerken, welch großer Stein ihm am Sonntag vom Herzen gefallen ist. Noch vor wenigen Monaten waren FDP-Wähler in Umfragen kaum zu finden. Jetzt konnten die Liberalen in Baden-Württemberg ihr Ergebnis von 2011 verbessern, in Rheinland-Pfalz den Wiedereinzug schaffen, und in Sachsen-Anhalt fehlten ihnen nur knapp 1600 Stimmen - der 37-Jährige hat schon schlimmere Wahlabende erlebt. Allen voran im September 2013, als die Liberalen nach dem Scheitern bei der Bundestagswahl jede Menge Häme ernteten.

Dieses Trauma wirkt immer noch nach. Etwa wenn Lindner analysiert, dass es der SPD in Baden-Württemberg und den Grünen in Rheinland-Pfalz genauso gegangen sei wie seiner Partei in der letzten Legislaturperiode im Bund: Sie wurden "von ihrem Partner ausgesaugt" und verloren massiv Wähler.

Zumindest die FDP kann noch in der Mitte Wahlen gewinnen, stellt Lindner befriedigt fest, und das mit anderen Themen als der Flüchtlingswelle. Entscheidend für ihre Wähler waren wirtschaftliche Vernunft und die Modernisierung des Bildungssystems, zitiert er erfreut die Analysen der Wahlforscher. Das sind genau die Felder, die sich die Liberalen bei ihrer Neuaufstellung nach der verlorenen Bundestagswahl auf die Fahnen geschrieben haben, sieht er seinen Kurs für den Wiederaufstieg bestätigt. Der wird von einer für die FDP ungewohnten Einigkeit begleitet: Von Machtkämpfen ist nichts zu spüren. Die können sie sich auch gar nicht leisten.

Nur in Nuancen werden Unterschiede sichtbar. Natürlich haben die Landesverbände freie Hand bei der Entscheidung, ob sie bei einer Regierungsbildung mitmachen. Aber dass der baden-württembergische Spitzenkandidat Hans-Ulrich Rülke eine Koalition mit Grünen und SPD nachdrücklich ausschließt, findet Lindners volle Unterstützung. Der grüne Ministerpräsident Winfried Kretschmann wolle keinen Politikwechsel, und die FDP sei nicht zum "Verrat ihrer Prinzipien und Projekte" bereit. Der Parteichef drückt Rülke sicher die Daumen, dass er durchhält. Zu schnell hätten die Liberalen wieder den Ruf weg, für Ministerämter ihre Überzeugungen zu opfern.

Anders dagegen in Rheinland-Pfalz: Hier schließt Spitzenkandidat Volker Wissing Gespräch mit SPD und Grünen nicht aus. Eine sozial-liberale Koalition hätte ein Vorbild: An die Zusammenarbeit mit der SPD in Mainz 1991 bis 2006 erinnert sich die FDP noch gerne zurück.

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

15.03.2016, 08:30 Uhr
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar zu verfassen.
Anmelden

Newsletter-bestellen

· Samstags verschicken wir die News der Woche, unser Klassiker: Die wichtigsten Themen und Geschichten direkt im E-Mail-Postfach. So bleiben Sie auch in der Ferne immer informiert, was in und rund um Tübingen passiert.
· Werktags versenden wir um 9 Uhr die News am Morgen mit den wichtigsten aktuellen Nachrichten.
· Sonntagabend kommt unser Sport-Newsletter mit den wichtigsten Lokalsport-Berichten und Ergebnissen vom Wochenende.

Um unsere Newsletter zu erhalten, müssen Sie sich anmelden oder sich neu als Benutzer registrieren. Ihre Daten werden ausschließlich für die Newsletter (nur falls Sie weitere Angebote des Verlags Schwäbisches Tagblatt wählen, auch für diese) verwendet. Ihre Daten werden nicht an andere Unternehmen weitergegeben.
Nachrichten via Messenger
Die wichtigsten Neuigkeiten aus der Region liefern wir Ihnen auch per WhatsApp & Co. aufs Smartphone. Um diesen Service zu nutzen, öffnen Sie tagblatt.de/whatsapp bitte mit einem entsprechenden Mobilgerät.
Heute meistgelesenNeueste Artikel

Nachrichten aus ...
Reutlingen Wannweil Pliezhausen Walddorfh�slach Ammerbuch T?bingen Dettenhausen Kirchentellinsfurt Kusterdingen Gomaringen Dusslingen Ofterdingen Mössingen Nehren Bodelshausen Hirrlingen Neustetten Rottenburg Starzach Horb
Das Tagblatt bei
Facebook Google+ Twitter Instagram
Video-News: Aus Land und Welt
Heute meistgelesen
Wirtschaft im Profil
Neueste Artikel
Polizei ermittelt wegen Verdacht auf Brandstiftung In der Tübinger Bismarckstraße brannten zwei Autos
Kommentar zur US-Missbrauchsstudie Blick in Abgründe
Anzeige

Themen-Dossiers

Themen-Dossiers
Single des Tages
date-click
Das Tagblatt als E-Paper

Kontakt zum Kundenservice

Abonnement
07071/934-222
vertrieb@tagblatt.de

Anzeigen
07071/934-444
anzeigen@tagblatt.de

Kontakt zu den Redaktionen

Schwäbisches Tagblatt Tübingen
07071/934-0
redaktion@tagblatt.de

Neckar-Chronik Horb
07451/9009-30
nc@neckar-chronik.de

Tagblatt Online         
07071/934-314
online@tagblatt.de

Steinlach-Bote Mössingen
07473/9507-0
sb@tagblatt.de

Rottenburger Post
07472/1606-16
ro@tagblatt.de

Reutlinger Blatt
07121/3259-50
rt@tagblatt.de

Tagblatt Anzeiger
07071/934-344
tagblatt-anzeiger@tagblatt.de

Wirtschaft im Profil
07071/934-166
wip@tagblatt.de


Oder nutzen Sie unser Kontaktformular