Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag zu erstellen.
Anmelden
Kommentar

Auf dem Weg zur Vernunft

Auch wenn es auf Fotos aus Tierfabriken oft anders aussieht: In der Bundesrepublik braucht es für das Töten von Wirbeltieren laut Gesetz einen vernünftigen Grund.

15.02.2016
  • GUDRUN SOKOL

Eigentlich, denn trotzdem werden jedes Jahr 40 bis 50 Millionen Eintagesküken in Deutschlands Brütereien getötet - allein weil sie männlich sind. Das falsche Geschlecht als vernünftiger Grund? Unvernünftiger geht es nicht.

Dass Behörden und Landwirtschaftsministerium diese unrechtmäßige Praxis dulden, ist nicht nur aus Tierschutzgründen empörend: Sie zeigt auch, wie beängstigend die Macht der Agrarindustrie längst ist. Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt gibt sich zwar gerne als Tierfreund und posiert bei jeder Gelegenheit mit putzigem Getier. Für dessen Schutz belässt es der CSU-Politiker aber stets bei halbgaren Absichtserklärungen: Er wolle Forschung fördern, die im Ei das Geschlecht des Kükens bestimmen kann (was längst geht, aber viel Aufwand ist) und erreichen, dass das Kükentöten 2017 aufhört (was einfach mehr kostet).

Hoffentlich sorgt die Justiz jetzt für den nötigen Antrieb. Die Staatsanwaltschaft Münster will die Anklage im Zweifel jedenfalls bis zum Bundesgerichtshof tragen. Ein höchstrichterliches Urteil wäre dann wirklich der historische Durchbruch, den Peta schon jetzt voreilig ausgerufen hat. Bis dahin werden nämlich noch viele männliche Küken durch den Schredder müssen - sehr viele: knapp 140 000 am Tag.

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

15.02.2016, 08:30 Uhr
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar zu verfassen.
Anmelden

Newsletter-bestellen

· Samstags verschicken wir die News der Woche, unser Klassiker: Die wichtigsten Themen und Geschichten direkt im E-Mail-Postfach. So bleiben Sie auch in der Ferne immer informiert, was in und rund um Tübingen passiert.
· Werktags versenden wir um 9 Uhr die News am Morgen mit den wichtigsten aktuellen Nachrichten.
· Sonntagabend kommt unser Sport-Newsletter mit den wichtigsten Lokalsport-Berichten und Ergebnissen vom Wochenende.

Um unsere Newsletter zu erhalten, müssen Sie sich anmelden oder sich neu als Benutzer registrieren. Ihre Daten werden ausschließlich für die Newsletter (nur falls Sie weitere Angebote des Verlags Schwäbisches Tagblatt wählen, auch für diese) verwendet. Ihre Daten werden nicht an andere Unternehmen weitergegeben.
Nachrichten via Messenger
Die wichtigsten Neuigkeiten aus der Region liefern wir Ihnen auch per WhatsApp & Co. aufs Smartphone. Um diesen Service zu nutzen, öffnen Sie tagblatt.de/whatsapp bitte mit einem entsprechenden Mobilgerät.

Nachrichten aus ...
Reutlingen Wannweil Pliezhausen Walddorfh�slach Ammerbuch T?bingen Dettenhausen Kirchentellinsfurt Kusterdingen Gomaringen Dusslingen Ofterdingen Mössingen Nehren Bodelshausen Hirrlingen Neustetten Rottenburg Starzach Horb
Das Tagblatt bei
Facebook Google+ Twitter Instagram
Video-News: Aus Land und Welt
Heute meistgelesen
Wirtschaft im Profil
Neueste Artikel
Anzeige

Themen-Dossiers

Themen-Dossiers
Single des Tages
date-click
Das Tagblatt als E-Paper

Kontakt zum Kundenservice

Abonnement
07071/934-222
vertrieb@tagblatt.de

Anzeigen
07071/934-444
anzeigen@tagblatt.de

Kontakt zu den Redaktionen

Schwäbisches Tagblatt Tübingen
07071/934-0
redaktion@tagblatt.de

Neckar-Chronik Horb
07451/9009-30
nc@neckar-chronik.de

Tagblatt Online         
07071/934-314
online@tagblatt.de

Steinlach-Bote Mössingen
07473/9507-0
sb@tagblatt.de

Rottenburger Post
07472/1606-16
ro@tagblatt.de

Reutlinger Blatt
07121/3259-50
rt@tagblatt.de

Tagblatt Anzeiger
07071/934-344
tagblatt-anzeiger@tagblatt.de

Wirtschaft im Profil
07071/934-166
wip@tagblatt.de


Oder nutzen Sie unser Kontaktformular