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Shinson Hapkido

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Shinson Hapkido - inernationales Treffen in Tübingen.

02:30 min

Freude, Liebe, Gemeinschaft

Auf dem Festplatz tummeln sich dieser Tage Kampf- und Bewegungskünstler

Großmeister Ko Myong steht vor einem Pulk von 600 schwarzgekleideten Leuten, breitet die Arme aus und ruft: „Wir wollen fühlen und...“. Die Menge vollendet den Satz: „...genießen!“ Dann rollen und hüpfen alle gemeinsam über den Rasen im Stadion der TSG, klatschen sich gegenseitig ab, jubeln sich zu. Ein Rollstuhlfahrer ist dabei, ein Blinder, viele Kinder, Menschen weit über 70. Shinson Hapkido, so viel ist klar, ist eine ganz spezielle Form der Kampfkunst.

01.08.2016
  • Fabian Renz

Tübingen. „Es geht vor allem um Freude an der Bewegung“, stellt Jochen Liebig dann auch klar. Der Meister leitet die Tübinger Shinson-Hapkido-Schule, die in diesen Tagen zum dritten Mal das Internationale Sommerlager in Tübingen ausrichtet. Gäste aus halb Europa, aus Korea und Peru sind dafür angereist. Gemeinsam campen sie eine Woche lang auf dem Festplatz und trainieren auf den Sportplätzen nebenan.

Im weiteren Gespräch mit Liebig fallen Wörter wie „Liebe“, „Respekt“ und „innere Kraft“. Es gehe bei Shinson Hapkido auch darum, sich mit sich selbst zu beschäftigen und die ständige Äußerlichkeit und Oberflächlichkeit des alltäglichen Lebens hinter sich zu lassen. „So lässt sich die Welt entlarven“, sagt Liebig. „Ein neues Auto, eine neue Hose, eine neue Brille, das ist alles nichts wert, wenn man nicht bei sich ist.“

Allzu dogmatisch will der Meister allerdings nicht werden. „Ich sage nicht, dass Shinson Hapkido das einzig Wahre ist. Jeder muss selbst seinen Weg finden.“ Mit einem schwarzen Gürtel sei man auch nicht gegen alles gewappnet. „Wie kann ich sagen, dass ich mich in jeder Situation verteidigen kann?“, fragt er. „Niemand kann das sagen. Wenn eine Fliege auf meiner Nase sitzt, kitzelt mich das auch.“

Wozu ein Großmeister in der Lage ist, wird am Donnerstag in einer Kampfkunstshow zu sehen sein: Ko Myong will dort einen baguettegroßen Flusskieselstein mit der Handkante zerschlagen.

Shinson Hapkido wurde in den 1980er Jahren in Darmstadt von Ko Myong als Kombination unterschiedlicher asiatischer Kampf-, Bewegungs- und Heilkünste entwickelt. Mittlerweile erfreut es sich vor allem in Westeuropa großer Beliebtheit, in der Tübinger Schule trainieren rund 100 Menschen.

Während sich auf dem Trainingsplatz die Schüler in Gruppen zusammenfinden, sagt Liebig dann auch noch, wie wichtig Gemeinschaft, Respekt und Vertrauen sind – gerade in Zeiten der Gewalt. „Hier sind Leute, die ein positives Menschenbild haben.“

Daher komme auch die nur scheinbar martialische schwarze Kleidung, ergänzt die Tübinger Trainerin Daniela Reich. „Es soll einfach keiner hervorstechen. Jeder Mensch ist gleich wertvoll.“

Info: Am Donnerstag, 4. August, um 19 Uhr steigt in der Paul-Horn-Arena die „Shinson Hapkido Benefiz-Kampfkunst-Show“. Ein Video vom ersten Tag des Sommerlagers ist auf www.tagblatt.de zu sehen.

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01.08.2016, 01:00 Uhr
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