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40 000 Bienen als Hotelgäste

Auf dem Dach des Steigenberger Graf Zeppelin wird Großstadthonig produziert

Eine außergewöhnliche Großfamilie hat in der sechsten Etage des Steigenberger Graf Zeppelin eingecheckt. Ein Bienenvolk fühlt sich auf dem Dach wohl. Das Ergebnis ist hoteleigener Großstadthonig.

11.08.2012

Von SWP

Stuttgart Die Idee des "Urban Imkering" hat bereits in anderen Großstädten wie New York und Paris Fuß gefasst. Nun zieht sie auch ins Schwabenland ein. Seit Anfang Juli wohnt auf dem Dach des Steigenberger Graf Zeppelin im Stuttgarter Stadtzentrum ein Bienenvolk mit 40 000 Bienen, das einen der ersten Stadthonige Stuttgarts produziert. Das Hotel leistet mit dem hauseigenen Bienenstock einen Beitrag zum Umweltschutz, indem es den gefährdeten Bienen eine neue Möglichkeit zum Siedeln bietet.

Das Steigenberger Graf Zeppelin Bienenvolk wird bis zum Ende des Sommers etwa 40 bis 50 Kilogramm Honig produzieren. Danach endet die Honigsaison, und die Bienen sammeln sich für die kältere Jahreszeit, um ihre Königin warm zu halten. Als Nahrung gibts ein Zuckerwasser-Honiggemisch.

Um die Bienen und die Produktion des Honigs auf dem Dach des Steigenberger Graf Zeppelin kümmert sich Sebastian Faiß, Imker der Stuttgarter Bio-Imkerei Goldblüte. Die Zielgebiete der Bienen, so der Imker, sind der naheliegende Schloß- und Rosensteinpark, die Lindenalleen der Stadt sowie die Dachterrassen und Blumenkästen der Umgebung. Diese bieten den Bienen zahlreiche Blüten zum Anfliegen. Die Hotelgäste und Besucher der Restaurants bemerken wenig von dem Bienenvolk hoch oben auf dem Hoteldach. "Der hoteleigene Honig lässt sich vielseitig einsetzten, etwa in der Patisserie oder als Willkommensgruß in den Suiten", erklärt die stellvertretende Direktorin Christiane Welt, Initiatorin des Imkerprojekts. Spiridon Sarantopoulos, General Manager des Steigenberger Graf Zeppelin, fügt hinzu: "Wir freuen uns über diese tolle Möglichkeit, unseren Gästen ein außergewöhnliches Produkt zu bieten. Darüber hinaus können wir auch noch etwas für die Umwelt tun".

Denn durch das weltweite Bienensterben, welches durch eine Milbenart verursacht wird, sind Imker schon seit einiger Zeit auf der Suche nach geeigneten neuen Standorten für Bienenvölker. Die Ansiedlung von Bienen auf Hochhäusern hat sich nun schon seit einigen Jahren bewährt. Der Stadthonig ist nicht von Schadstoffen belastet. In ländlichen Gegenden sind Bienen zum Beispiel durch Monokulturen, Parasiten und den Einsatz von Pestiziden gefährdet.

Während Landhonig aus Wiesenblüten besteht, ist Stadthonig abwechslungsreicher: Er besteht meist aus einer Mischung von Baumblüten der Alleen wie Linde, Robinie und Kastanie. Hinzu kommen eine Vielzahl an Blüten aus urbanen Grünflächen wie Vorgärten, Spielplätze, Parks, Balkone, Brachland und Schrebergärten.

Freuen sich über bienenfleißige Gäste auf dem Dach des Steigenberger Graf Zeppelin: Direktionsassistentin Claudia Münzer, Imker Sebastian Faiß und die stellvertretende Direktorin Christiane Welt (von links). Foto: Steigenberger

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Erstellt:
11. August 2012, 12:00 Uhr
Aktualisiert:
11. August 2012, 12:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 11. August 2012, 12:00 Uhr

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