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"Hat Sigmar ein Problem mit Frauen?"

Auf Krawall gebürstet

Die persönlichen Beziehungen zwischen Politikern und Journalisten am Berliner Staatstheater reichen von kühler Distanz bis zu plumper Kumpanei, von gegenseitigem Respekt bis zu herablassender Feindschaft. Meist herrscht das Bemühen um ein möglichst professionelles Verhältnis von Macht und Medien vor, schließlich wissen beide Seiten, dass sie aufeinander angewiesen sind.

17.10.2015
  • GUNTHER HARTWIG

ZDF-Moderator Wolfgang Herles spricht sogar etwas abfällig von den "gefallsüchtigen Zwillingen".

Es kommt freilich vor, dass die routinierte Kommunikation von Presseleuten und Amtsträgern gestört wird von impulsiven Momenten, die deutlich machen, dass es sich um Repräsentanten unterschiedlicher Interessenlagen handelt, nicht um Komplizen im Geiste eines gemeinsamen Kampfauftrags. So ist Sigmar Gabriel schon öfter verhaltensauffällig geworden, weil der SPD-Chef nicht nur bei Pressekonferenzen Fragesteller abbürstet, sondern auch bei Fernsehinterviews an die Decke geht wie einst das legendäre HB-Männchen.

Da Gabriel mit Marietta Slomka und Bettina Schausten gleich zwei TV-Ladys besonders spektakulär angeraunzt hat, rätseln die Genossen nun: "Hat Sigmar ein Problem mit Frauen?" Denn er legt sich ja nicht nur mit Journalistinnen an, sondern auch mit Parteifreundinnen wie Yasmin Fahimi oder Hilde Mattheis. Andererseits rühmen Spitzensozis den Charme des "Harzer Rollers", dem nicht zuletzt Gabriels zweite Frau erlegen sei - zwischen der Zahnärztin und dem prominenten Patienten soll es während einer akuten Wurzelbehandlung gefunkt haben.

Nein, das Problem, das der rote Sponti mit der Presse hat, ist kein geschlechtsspezifisches. Gabriel ist immer dann pampig zu Journalisten, wenn er und seine SPD mit dem Rücken zur Wand stehen. Wenn die Umfragen mies sind und die Kommentare unfreundlich. Dann wittert der Vizekanzler einen Hauch von Verschwörung, und offenkundig macht ihm kein Berater klar, dass seine Eruptionen ihm selbst am meisten schaden - nicht den angegifteten Interviewerinnen. Und dass die Gestik des rebellischen Underdogs nicht zum Frontmann einer Partei passt, die auf Augenhöhe mit der bürgerlichen Konkurrenz sein will.

Auf Krawall gebürstet

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17.10.2015, 12:00 Uhr
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