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Kochen

Auch mal Garnelen zu den Linsen von der Alb

Nileen Marie Schaldach kombiniert schwäbische Speisen mit exotischen Zutaten.

25.05.2019

Von DOMINIQUE LEIBBRAND

Meeresfrüchte passen auch zu einheimischen Hülsenfrüchten. Foto: Denise Claus

Stuttgart. Schmecken traditionelle schwäbische Gerichte wie Linsen, Maultaschen oder Zwiebelrostbraten auch mit exotischen Zutaten wie Curry, Koriander oder Kokosmilch? Ein neues Kochbuch schlägt ungewöhnliche Kombinationen vor.

Auch wenn man sie mit einer großen Portion Maultaschen mit Kartoffelsalat und Zwiebelschmelze jederzeit glücklich machen kann, liebt es Nileen Marie Schaldach, traditionelle schwäbische Rezepte mit ungewohnten Zutaten neu zu kombinieren. Als Testesser werden Ehemann Stephan und Freunde an den Tisch gebeten. Sie müssen beurteilen, welche Version besser schmeckt – das Original oder die internationale Variante.

Sie wählt schwäbische Alblinsen und kombiniert sie mit Garnelen. Lässt sich Filderkraut als amerikanischer Cole Slaw mit Mayo zu einem Laugenwecken-Burger servieren? Oder schmecken Maultaschen auch mit spanischer Chorizowurst- oder schwedischer Lachsfüllung? Und nicht wie gewohnt in der Brühe, sondern in Tomaten- oder einer Zitronen-Buttersauce schwimmend? Rund 60 Klassiker werden im neuen Kochbuch „Schwäbisch Crossover“ aus dem Ulmer Verlag neu interpretiert. Sie lassen sich auch von Anfängern nachkochen und regen an, weitere Varianten auszuprobieren.

Überhaupt die Maultaschen. Ein ganzes Kapitel ist ihnen im Kochbuch gewidmet, sie haben es Schaldach besonders angetan. Schon als Kind hat sie sie geliebt. „Jedes Mal war die Freude groß“ wenn sie als Kind von der Schule zu ihren Eltern im Stuttgarter Westen nach Hause gekommen ist und der Maultaschentopf auf dem Herd stand. Sie nimmt Anklänge aus Griechenland, Spanien, Asien und auch Österreich. Wenn es schnell gehen muss, empfiehlt sie gebratene Maultaschen mit Wok-Gemüse und Sesamdressing. Ihr Lieblingsgericht aus der Crossover Küche sind: „Die Spanischen Iberico Koteletts mit Schupfnudeln und Filderkraut.“

Dass die Autorin sich zur schwäbischen wie auch zur internationalen Küche hingezogen fühlt, hängt mit ihrer Biographie zusammen. In Indien geboren, kam sie als Kind nach Stuttgart und wuchs bei ihren Adoptiveltern mit schwäbischer Küche auf.

Heute besucht sie regelmäßig ihre Heimatstadt, auch wenn sie inzwischen in München verheiratet ist und studiert. „Ich mag auch die bayerische Küche. Sie ist etwas deftiger als die schwäbische und es wird viel mit Bier gekocht. Allerdings muss ich manchmal schmunzeln, wenn ich Spätzle bestelle und Knöpfle bekomme.“ Barbara Wollny

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Erstellt:
25. Mai 2019, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
25. Mai 2019, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 25. Mai 2019, 06:00 Uhr

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