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Auch kälteste Farben glühen und leuchten
Rupprecht Geigers Meditationsraum. Foto: Gerda Meier-Grolman
Ausstellung im Sindelfinger Schauwerk

Auch kälteste Farben glühen und leuchten

Wenn es in der Malerei nach 1945 um die Farbe Rosa und Pink geht, muss der Name Rupprecht Geiger fallen.

22.11.2017
  • Burkhard Meier-Grolman

Sindelfingen. Das glaubt ja kein Mensch: Ein Kriegsmaler, der im Zweiten Weltkrieg das Frontgeschehen in der Ukraine und in Griechenland mit Eitempera auf Leinwand oder Holztafeln festhalten musste, hat sich zum bedeutendsten und wichtigsten deutschen Color Field-Painter – Farbfeldmaler – mit internationaler Wertschätzung entwickelt. Es war der Münchner Kunstprofessor Rupprecht Geiger (1908–2009). Das Schauwerk Sindelfingen widmet ihm eine Ausstellung.

Farbfeldmalerei heißt in diesem Fall, dass sich beispielsweise in Schutt und Asche gelegte Dörfer und mit Bombenkratern gesäumte Hügelketten im Procedere und Fortgang des Malaktes in meist starkrosa aufleuchtende und völlig gegenstandsfreie monochrome Farbflächen verwandelt haben. Wie intensiv Geiger die Erschließung einer neuen Farbwelt betrieb, lässt sich daran ablesen, dass er sich während seiner gesamten künstlerischen Laufbahn keinen einzigen Tag ohne Arbeit im Atelier gönnen wollte. Er verließ selbst die Feier seines 100. Geburtstages, erzählt seine Enkelin und Nachlass-Betreuerin Julia Geiger, und zog sich in sein Allerheiligstes zurück.

Schon in den 50er Jahren beschäftigte sich Geiger vorwiegend mit Tagesleuchtfarbpigmenten, weil die fluoreszierenden Farbpigmente mit dem damit verbundenen Neon-Effekt seinen Überlegungen am besten entsprachen, die den Farben innewohnende Ausstrahlung und Energie voll zur Geltung kommen zu lassen. Der gelernte Architekt hat sich nicht nur darauf beschränkt, meterlange wandfüllende Leuchtfelder abzuliefern, nein, er hat auch zahlreiche rosarot getönte Meditationsräume entworfen, die den Betrachter buchstäblich in die Farbe eintauchen lassen.

Geiger hat sich gottlob vor seiner Pink-Phase einer weitaus größeren Farbpalette bedient. Bei ihm müssen auch die kältesten Farben glühen, leuchten und strahlen, Pardon wird da nicht gegeben.

Info Bis 16. September 2018 im Schauwerk Sindelfingen, Eschenbrünnlestraße 15; Öffnungszeiten: Di, Do 15-16 Uhr (öffentliche Führung), Sa, So 11-17 Uhr.

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22.11.2017, 06:00 Uhr
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