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US-Wahlkampf

Auch Google findet russische Polit-Anzeigen

Neue Hinweise auf eine mögliche Einflussnahme durch Moskau entdeckt.

10.10.2017
  • DPA

Washington. Nach Facebook und Twitter hat auch Google zahlreiche Polit-Anzeigen aus Russland gefunden, mit denen Falschinformationen verbreitet werden sollten. Dafür seien „zehntausende Dollar“ unter anderem auf Googles Videoplattform YouTube ausgegeben worden, schreibt die „Washington Post“ unter Berufung auf informierte Personen. Besonders bedeutend mache die Entdeckung, dass die Anzeigen aus einer anderen Quelle kamen als die bei Facebook und Twitter. Das lege nahe, dass die Russland zugeschriebenen Aktivitäten noch breiter waren als bisher bekannt. Google kommentierte die Informationen zunächst nicht.

Dem Bericht zufolge sieht sich Google mit Anzeigen mit einem Volumen von weniger als 100 000 Dollar konfrontiert. Das ist der Betrag, den mutmaßlich russische Drahtzieher bei Facebook für die Verbreitung von 3000 Beiträgen bezahlten, die dem Online-Netzwerk zufolge die Spannungen zwischen ethnischen und sozialen Gruppen in Amerika schüren sollten. Sie seien rund zehn Millionen Amerikanern gezeigt worden. Facebook schloss nicht aus, dass noch weitere verdächtige Aktivitäten gefunden werden. Die gleiche Gruppe bezahlte auch im Anzeigensystem von Twitter, damit ihre Beiträge mehr Nutzer zu sehen bekommen.

Die besondere Stärke der Anzeigensysteme der Internet-Plattformen liegt darin, dass man die Zielgruppen, denen sie angezeigt werden sollen, ziemlich engmaschig auswählen kann. Dabei kommen zum Beispiel Kriterien wie Wohnort, Alter, Geschlecht, Interessen oder Sprachen zum Einsatz. Schon länger ist bekannt, dass im US-Präsidentschaftswahlkampf die Kampagne des schließlich siegreichen Donald Trump das nutzte, um eigene Wähler zu mobilisieren und Anhänger der Rivalin Hillary Clinton zu entmutigen. Nach wie vor ist unklar, inwieweit die mutmaßlich russischen Anzeigen von den Möglichkeiten zur gezielten Platzierung Gebrauch machten.

Facebook veröffentlichte die 3000 Anzeigen aus dem Umfeld der „Internet Research Agency“, der eine Verbindung zu Russland nachgesagt wird, zwar nicht – aber übergab sie dem US-Kongress. Dort will ein Ausschuss am 1. November Vertreter von Facebook und Twitter anhören. dpa

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10.10.2017, 06:00 Uhr
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