Grünes Quintett

Auch Daniel Lede Abal strebt in den Landtag

Mit dem früheren Kreisrat Daniel Lede Abal hat sich am Wochenende ein fünfter Bewerber um die Landtagskandidatur der Grünen im Wahlkreis Tübingen gemeldet.

27.07.2010

Tübingen. Der 34-jährige Angestellte einer Weinhandlung ist in Elternzeit. Er entschloss sich während eines längeren Aufenthalts mit seiner einjährigen Tochter bei Verwandten in Spanien zu der Kandidatur. Lede Abal ist gebürtiger Stuttgarter. Er war studentischer Vertreter im Kleinen Senat und im AStA. Seit 1998 ist er Mitglied der Grünen, bis 2009 gehörte er fünf Jahre lang dem Kreistag an.

Seine Partei sei derzeit „auf einem neuen Weg, den ich spannender finde als zu Regierungszeiten“, begründet Lede Abal seine Kandidatur. Die Grünen seien schlecht vorbereitet in die rot-grüne Koalition gegangen und hätten sich treiben lassen. Diese Fehler seien nun aufgearbeitet.

Die Gesellschaft stehe vor „fundamentalen Herausforderungen, die neue und radikale Antworten verlangen“: die Klimakrise, aber auch die Finanz- und Wirtschaftskrise, aus Sicht des 34-Jährigen die größte Zäsur seit 1989/1990. „Die Politik muss gegenüber der Finanzwelt und der Wirtschaft Spielräume zurückgewinnen“, fordert er. Der Industriestandort Baden-Württemberg müsse sich ökologisch und strukturell modernisieren. Überdies gebe es eine „ Gerechtigkeitskrise, die die Spaltung unserer Gesellschaft immer stärker vorantreibt“.

Als Landtagsabgeordneter wolle er sich auch dafür stark machen, „die Blockaden im Bildungssystem aufzubrechen“, und für einen besseren öffentlichen Personenverkehr eintreten. Neben Lede Abal wollen auch Ilka Neuenhaus, Ulrike Baumgärtner, Bernd Rüdiger Paul und Rolf Bräutigam in den Landtag. ran

Daniel Lede Abal

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Erstellt:
27. Juli 2010, 12:00 Uhr
Aktualisiert:
27. Juli 2010, 12:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 27. Juli 2010, 12:00 Uhr

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