Corona

Attestpflicht für Schüler gefordert

Kommende Woche sind im Südwesten Herbstferien. Wie es danach weitergeht, ist noch immer umstritten.

24.10.2020

Von LSW

Stuttgart. Der Philologenverband fordert die Einführung einer Attestpflicht für Schüler, die während der Corona-Krise nicht den Unterricht besuchen wollen. Baden-Württemberg sei das einzige Bundesland, in dem Eltern bestimmten, ob ihr Kind zur Schule gehe oder nicht, sagte Verbandschef Ralf Scholl am Freitag in Stuttgart. Die Schulpflicht im Sinne der Unterrichtsteilnahme sei praktisch ausgesetzt. Auch Lehrer, die zur Risikogruppe gehörten, müssten eine ärztliche Bescheinigung vorlegen, wenn sie keinen Präsenzunterricht geben wollten.

Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) sagte hingegen: „Die betroffenen Familien sind für diese Möglichkeit sehr dankbar.“ Man habe die Regelung aber im Blick. Aktuell führe ihr Haus erneut eine Abfrage an den Schulen durch, wie viele Lehrkräfte, aber auch Schülerinnen und Schüler vom Präsenzunterricht befreit seien. Sollte sich der Anteil der Schüler, der zuletzt bei unter einem Prozent gelegen habe, zwischenzeitlich deutlich erhöht haben, werde man das bisherige Vorgehen selbstverständlich überprüfen.

Der Verband, der die Interessen der Gymnasiallehrer vertritt, forderte am Freitag außerdem die Einführung eines rollierenden Systems zum Schulbesuch nach den Herbstferien im Südwesten. Dadurch könnten sowohl die Abstandsregeln eingehalten als auch Busse und Bahnen entlastet werden. dpa

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Erstellt:
24. Oktober 2020, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
24. Oktober 2020, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 24. Oktober 2020, 06:00 Uhr

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