Neckarwestheim

Atomkraftgegner lassen Ballons in die Luft

Mit Luftballons haben Atomkraftgegner am Samstag am Atomkraftwerk Neckarwestheim und an sechs weiteren Atommeilern in der Bundesrepublik protestiert. Die Ballons sollen zeigen, wie sich radioaktive Stoffen ausbreiten, teilten das Aktionsbündnis Energiewende Heilbronn und der BUND mit.

18.11.2013

Von EB

Neckarwestheim Wer einen der Ballons findet, kann mit der angehängten Karte den Fundort melden.

Anlass für die Aktion: Die Innenministerkonferenz wird sich Anfang Dezember mit Evakuierungsplänen für die Atomkraftwerke befassen. Ein Papier der Strahlenschutzkommission sieht ein Erweitern der Evakuierungszonen von zehn auf 20 Kilometer rund um die Kraftwerke vor. "Die Vorschläge werfen ein Licht darauf, dass ein wirkungsvoller Katastrophenschutz unmöglich ist", sagt Gottfried May-Stürmer vom BUND. Das Evakuieren der Bevölkerung von Heilbronn, Neckarsulm und Ludwigsburg und des dicht besiedelten Ballungsraums in den Kreisen Heilbronn und Ludwigsburg sei "nicht vorstellbar." Zudem sei sehr unwahrscheinlich, dass eine 20-Kilometer-Zone im Katastrophenfall ausreiche: Die Ballons bei der Protestaktion dürften sich auch kaum an die 20 Kilometer halten. Aus Modellrechnungen sei seit langem bekannt, wie schnell und wie weit sich Radioaktivität ausbreite, sagt May-Stürmer. Tschernobyl und Fukushima hätten dies auf tragische Weise bestätigt.

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Erstellt:
18. November 2013, 12:00 Uhr
Aktualisiert:
18. November 2013, 12:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 18. November 2013, 12:00 Uhr

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