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Stuttgart

Artenschutz für Parteien

Stuttgarter Eidechsen sind bei Bauplanern und Tierfreunden berühmt.

28.09.2019

Von Daniel Grupp

Die Kreuzung von Exemplaren aus aller Herren Länder, die vermutlich mit Zügen eingeschleppt wurden, sind so multikulti, dass sie nicht einmal in schwäbische Nachbarstädte umgesiedelt werden dürfen. Die Echsen sind daher den Bahnmanagern eine willkommene Begründung, wenn's bei Stuttgart 21 klemmt.

Im Gegensatz zu den Reptilien gibt es in der Politik keinen Artenschutz. Da wird munter gemischt, bei Inhalten und Personen. Seit den Kommunalwahlen erreichen die Verstöße gegen das politische Reinheitsgebot neue Ausmaße: Plötzlich bilden in der Regionalversammlung CDU und ÖDP eine Fraktion. Wobei in ersten Reden von CDU-Räten eher inhaltliche Unterschiede als Gemeinsamkeiten deutlich wurden.

Im Stuttgarter Gemeinderat sind ebenfalls Mixturen entstanden. Da gibt es laut offiziellem Namen „Die FrAKTION LINKE SÖS PIRATEN Tierschutz“. Ein Bündnis, das sich irgendwie links verortet und den Wunsch nach Größe vereint. Immerhin bringen es die acht Frauen und Männer so auf Rang drei im Stadtparlament. Vier Räte stellt „PULS“. Das ist die Fraktion von Stadtisten, Junge Liste und Sonneborns Satiretruppe „Die Partei“. Erste Eindrücke zeigen, dass dadurch die Debatten nicht unbedingt mehr sprachliche Würze erhalten.

Besser wäre, sich die Eidechsen zum Vorbild zu nehmen: Artenschutz für Parteien. Zumal sich selbst Ein-Parteien-Gruppen oft nicht grün sind. Die AfD im Landtag beweist dies.

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Erstellt:
28. September 2019, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
28. September 2019, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 28. September 2019, 06:00 Uhr

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