Kinos · Tübingen

Arsenal bleibt!

Am Sonntag gibt es erst einen Film über einen Kinoverlust, dann eine Diskussion im und übers Arsenal.

22.03.2019

Von ST

Bleibt das Arsenal? Archivbild: Ulla Steuernagel

Im September 2016 schloss eine Konstanzer Kinoinstitution, der „Scala Filmpalast“, für immer seine Pforten, um der fünften Filiale einer Drogeriemarktkette zu weichen. Wie es dazu kommen konnte, beschreibt der Film „Scala Adieu“ – und ist damit ein Film von politischer Relevanz: Wem gehört eine Stadt überhaupt und welche Umgebung soll die kommenden Generationen prägen? Es geht darum, dass Orte, an denen wir träumen, zu Orten werden, an denen wir kaufen. Überall, wo Menschen leben. Doch das könnte verhindert werden, wenn man sich den Scala Filmpalast als abschreckendes Beispiel zu Herzen nimmt.

Der Fall des Tübinger Arsenals ist etwas anders gelagert. Hier wollen die Eigentümer das Haus in der Hinteren Grabenstraße 20 verkaufen. Über eine Million Euro, so heißt es, werde für das Gebäude verlangt. Stefan Paul, der Betreiber des Kinos Arsenal und Inhaber des Arsenalfilm Verleihs ist nur Mieter. Sein Vertrag läuft in fünf Jahren aus. Nun kommt Filmemacher Douglas Wolfsperger, der im Konstanzer Scala einen Großteil seiner eigenen Kinosozialisation erlebte und den Protest gegen die Schließung des Traditionshauses mit der Kamera und vielen Gesprächen begleitete, nach Tübingen.

Nach einer Vorführung seines Films am Sonntag um 11.30 Uhr diskutieren Wolfsperger, Andrea Lelan (SPD Fraktion im Tübinger Gemeinderat) Klaus Gräff (Vorstand Tübingen im Wandel) und Stefan Paul unter dem Titel „Arsenal bleibt!“ über die Situation der Kinolandschaft und das drohende Verschwinden kleiner Programmkinos.

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Erstellt:
22. März 2019, 01:00 Uhr
Aktualisiert:
22. März 2019, 01:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 22. März 2019, 01:00 Uhr

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