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Forschung

Archäologen entdecken Knochenteile

Funde deuten auf einen Austausch zwischen zwei rund 1000 Kilometer entfernten Kulturen in Mexiko hin.

15.06.2019

Von DPA

Zwei Mitglieder des archäologischen Teams an der Stätte der Plaza de las Columnas. Foto: INAH/Revista Arqueologia Mexicana/dpa

Mexiko-Stadt. Internationale Archäologen haben in der mexikanischen Ruinenstadt Teotihuacán mehr als 2400 Fragmente von menschlichen Knochen entdeckt. Das teilte das mexikanische Nationale Institut für Anthropologie und Geschichte (INAH) mit. Die Funde geben laut dem Bericht Aufschluss über den ersten Austausch zwischen der Teotihuacán-Kultur in Zentralmexiko und der rund 1000 Kilometer südöstlich blühenden Maya-Kultur.

Bisher hatten Wissenschaftler die ersten Kontakte auf das Jahr 378 unserer Zeitrechnung datiert. Die neuen Funde vom Platz der Säulen in Teotihuacan sind dem INAH-Bericht zufolge aber älter. Neben den Knochenfunden entdeckte das Forscherteam auch Keramik mit Maya-Motiven, die laut den Wissenschaftlern von einem großen Bankett stammen könnten. Außerdem fand das Team Überreste von Wandmalereien im Maya-Stil. Die Entdeckungen seien ein Indiz dafür, dass die Elite der Mayas an großen öffentlichen Veranstaltungen auf dem Platz teilnahm, heißt es in dem Bericht.

Deformierte Schädel

Mindestens drei der gefundenen Schädel weisen Deformationen und Verstümmelungen an den Zähnen auf, die nicht in Teotihuacán, sondern im Gebiet der Mayas geläufig waren. Erste Kontakte zwischen der Teotihuacán-Kultur und den Mayas sollen daher bereits zwischen den Jahren 300 und 350 zustande gekommen sein, sagte die Anthropologin Naya Sugiyama.

Die Ruinenstätte Teotihuacán liegt 50 Kilometer nordöstlich von Mexiko-Stadt. Zur Blütezeit im 5. und 6. Jahrhundert war Teotihuacán die wichtigste Metropole Mesoamerikas und eine der größten Städte der Welt. Was zum Niedergang der Kultur um das Jahr 800 führte, ist bislang unklar. Die Anlage wurde 1987 zum Unesco-Weltkulturerbe erklärt und zählt zu den wichtigsten Touristenattraktionen Mexikos. dpa

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Erstellt:
15. Juni 2019, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
15. Juni 2019, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 15. Juni 2019, 06:00 Uhr

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