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Arbeitsmarkt vor stürmischen Zeiten

Am Arbeitsmarkt drohen stürmische Zeiten. Das IAB macht dafür auch die begrenzte Leistungsfähigkeit der Arbeitsmarkpolitik verantwortlich.

27.07.2009

Der Arbeitsmarkt in Deutschland muss sich der Krise stellen: "Wir haben es mit einer sehr ernsten Situation zu tun, auch weil die traditionellen Instrumente zur Bekämpfung von Wirtschaftskrisen nicht oder nur noch zum Teil etwas nutzen ", sagte der Vizedirektor des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), Ulrich Walwei. "Aus einer so tiefen Rezession kommt man nicht mit einem Sprung wieder heraus. " Der deutsche Arbeitsmarkt zeige sich im Vergleich mit anderen Ländern zwar noch vergleichsweise robust; etwa durch Kurzarbeit seien 1,2 Mio. Arbeitsplätze geschützt worden. Doch auch die Kurzarbeit habe ihre Grenzen, sagte Walwei. "Wenn die Auftragslage dauerhaft schlecht bleibt, können die Betriebe das Horten von Arbeitsplätzen nicht aufrechterhalten - dann werden Entlassungen unvermeidlich sein. " Der Arbeitsmarktforscher gab zu bedenken: "Wenn die Kurzarbeit nicht zur Überbrückung von temporären konjunkturellen Problemen eingesetzt wird, sondern dauerhaft nicht wettbewerbsfähige Unternehmen stützt, behindert sie den nötigen Strukturwandel in der Wirtschaft. " 3,41 Mio. Menschen waren im Juni in Deutschland auf Arbeitssuche, ihre Zahl wird rasch steigen. "Es wird eine Phase geben, in der wir trotz Wirtschaftswachstums kaum Beschäftigungszuwachs haben. " Vor diesem Hintergrund warnt Walwei, viele der derzeit diskutierten arbeitsmarktpolitischen Gegenmaßnahmen seinen aus Expertensicht nicht empfehlenswert. "Die Verlängerung der Bezugsdauer des Arbeitslosengeldes etwa trägt letztlich zur Verfestigung der Arbeitslosigkeit bei und wäre im Aufschwung kontraproduktiv, die Leute könnten sich in einer Art Scheinsicherheit wähnen und nicht aktiv neue Jobs suchen. " Auch Vorruhestandsregelungen setzten falsche Signale. Dazu gehöre etwa die mögliche Verlängerung der Ende des Jahres auslaufenden Altersteilzeit, warnte Walwei. dpa

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27.07.2009, 12:00 Uhr
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