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Verkehr sucht eigene Wege

Anwohner haben noch Einwände gegen die Schulplanung in Entringen

Kommenden Montag berät Ammerbuchs Gemeinderat über die Finanzierung des Schulbaus beim Entringer Bahnhof. Damit klärt sich zumindest ein Einwand von Nachbarn gegen das Projekt. Andere bleiben offen.

11.12.2015
  • Mario Beisswenger

Entringen.Die Kostentransparenz fehlt, beklagt sich einer der Anlieger, die im Baugenehmigungsverfahren für das Bildungszentrum, zu dem neben der Ammerbucher Gemeinschaftsschule und der Entringer Grundschule auch die eine Sporthalle gehören soll, Einspruch erhoben haben. Von Montag an sollte darüber Klarheit bestehen. Andere Einwände von zukünftigen Nachbarn bleiben.

Ein kurzer Hinweis auf Bohrarbeiten am Bahnhof zur Erkundung der Geologie in unserer Zeitung erweckte den Eindruck, dass alle Einwände von Anliegern ausgeräumt sind. Das ist aber nicht der Fall, sagt Ariane Bäse. Sie hat selbst eine Stellungnahme zum Schulbau abgeschickt und kennt auch die von zwei anderen Nachbarn. Bäse will dem Bauprojekt nicht schaden. „Die Einwände werden erhoben, um langfristige Nachteile zu verhindern“, sagt sie.

Gespannt ist sie, ob am Montag klar wird, welche längerfristigen finanziellen Folge das Projekt haben wird etwa auf den Betrieb des Freibads, den Bau von Alteneinrichtungen oder den Erhalt der Bausubstanz der Gemeinde. Diese Fragen sieht sie weiter als offen an.

Auch Feldwege werden genutzt

Wie die anderen Einwender glaubt auch Bäse dem im Sommer vorgelegten Verkehrsgutachten nicht so ohne weiteres. Im Gutachten haben die Verkehrsingenieure nachgerechnet, dass eine Erschließung über den Poltringer Weg und eine Fußgänger-Bahnquerung am Bahnhof ausreichen. Das sei unrealistisch, schreibt ein Einwender. Alle zum Bildungszentrum führenden Wege würden genutzt, auch die Verbindungsstraße nach Poltringen und die Feldwege nach Reusten. Die Kosten für deren wahrscheinlichen Ausbau tauchten nirgends auf, moniert der Anwohner.

Zweifel an Sicherheit und Lärmschutz

Auch der Übergang am Bahnhof ist nicht unumstritten. Die direkten Bahnhof-Bewohner fürchten „eine Verschandelung“ des historischen Ensembles durch einen unsensiblen Aufzugsturm für die Unterquerung der Bahnlinie. Sie mahnen auch an, die öffentlichen Flächen so zu gestalten, dass es nicht zu noch mehr nächtlicher Randale kommt.

Ganz wichtig ist ihnen, nach zwei tödlichen Unfällen am Bahnhof, auch der Sicherheitsaspekt. Für sie wäre ohnehin ein Schulstandort vor Entringen an der B28 nach Herrenberg, die bessere Alternative, weil leichter zu erschließen.

Zweifel gibt es auch am Lärmgutachten für Schule und Hallenbetrieb. Immerhin sollen in der Halle auch größere Vereinsveranstaltungen und auch Handballturniere über die Bühne gehen. Die von den Gutachtern errechneten Werte bleiben immer knapp im gesetzlich Zulässigen. Bäse vermisst bei den Berechnungen zum Beispiel den Effekt, den ein im Zuge der Regionalstadtplanung anvisierter Viertelstunden-Takt der Ammertalbahn haben wird. Am liebsten wäre ihr, die Halle bekäme Fenster, die sich nicht zum Dorf hin öffnen lassen.

Info: Die öffentliche Gemeinderatssitzung beginnt am kommenden Montag, 14. Dezember, um 18.30 Uhr in der Entringer Kelter. Unter anderem wird der Haushalt für 2016 eingebracht. Bereits um 18.15 Uhr tagt am Montag in der Kelter der Technische Ausschuss des Ammerbucher Gemeinderats öffentlich.

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11.12.2015, 01:30 Uhr
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