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Radolfzell

Antenne soll vom Weltall aus die Tierwelt erforschen

Nach der Ankunft der Forschungsanlage „Icarus“ auf der Internationalen Raumstation ISS hoffen Wissenschaftler in Radolfzell am Bodensee auf baldige Erkenntisse über Wanderbewegungen der Tiere.

18.02.2018

Von dpa/lsw

Antennensystem. Foto: Gustavo Alarcon-Nieto/Max-Planck-Institut für Ornithologie/Archiv dpa/lsw

Radolfzell. „Die Zahl der Zugvögel nimmt weltweit dramatisch ab - und wir wissen oft weder, wo sie verschwinden und warum“, teilte der Direktor Martin Wikelski vom Max-Planck-Institut für Ornithologie mit. „Wenn wir hier nicht schnell Antworten bekommen, wird es für viele Arten zu spät sein. Dasselbe gilt für ausgebeutete Fischbestände.“

Zudem wollen die Forscher mehr darüber wissen, wie Tiere Krankheitserreger verbreiten. „Wie kommt die Vogelgrippe nach Europa? In welchen Tieren kommt das Ebola-Virus vor?“, meinte Wikelski. „Künftig wollen wir mit „Icarus“ die Flugrouten von Wasservögeln in Asien und Flughunden in Afrika verfolgen - beide gelten als mögliche Überträger der Erreger.“

„Zu guter Letzt werden wir in zehn Jahren wissen, welche Tierarten Naturkatastrophen vorhersagen können. Erste wissenschaftliche Daten von Erdbeben und Vulkanausbrüchen legen nahe, dass verschiedene Tiere solche Ereignisse Stunden vorher spüren - das würde in Zukunft hunderttausenden Menschen das Leben retten“, betonte der Forscher.

„Icarus“ war am vergangenen Donnerstag mit einem Raumfrachter auf der ISS rund 400 Kilometer über der Erde angekommen. Anfang August soll die Antenne an der Außenwand montiert werden. Er freue sich am meisten auf die erste Datenübertragung, sagte Wikelski einer Mitteilung des Instituts zufolge. „Wenn wir die ersten Testdaten von der Raumstation empfangen und wissen, dass das System funktioniert, werde ich für einen Moment der glücklichste Mensch der Welt sein.“

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Erstellt:
18. Februar 2018, 11:14 Uhr
Aktualisiert:
18. Februar 2018, 09:50 Uhr
zuletzt aktualisiert: 18. Februar 2018, 09:50 Uhr

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