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Überfall am Kepi?

Anschuldigungen der Putzfrau stimmten nicht

Die Schüler waren nicht mehr im Gebäude, aber etliche Lehrer. Am Mittwochnachmittag fand einer von ihnen die Reinigungskraft des Kepler-Gymnasiums an Händen und Füßen gefesselt vor und alarmierte die Polizei.

16.10.2015

Tübingen. Nach Auskunft von Sprecher Josef Hönes wurden die Beamten um 16.45 Uhr angerufen. Mehrere Streifen, nicht aber das Spezialeinsatzkommando SEK, fuhren zur Schule. Denn man konnte nicht ausschließen, dass sich der oder die Täter noch in der Schule aufhielten, was aber nicht der Fall war. Eine Lehrkraft hatte die 22-jährige Raumpflegerin mit einer Mülltüte über dem Kopf und gefesselt im Vorraum des Chemiesaals im oberen Stock des Gebäudes gefunden. Sie habe „keine sichtbaren Verletzungen“ gehabt und gab an, sie sei beim Putzen im Chemiesaal von hinten angegriffen worden. Es handele sich dabei um einen 59-jährigen Mann, den sie kenne, und um eine weitere Person.

Inzwischen konnte die Polizei sowohl den 59-Jährigen als auch den angeblichen Mittäter ausfindig machen und vorübergehend festnehmen. Nach derzeitigem Ermittlungsstand könne aber ein Tatvorwurf gegen beide Männer „ausgeschlossen werden“, so Hönes. Die junge Frau wurde nach dem Vorfall wegen leichter Hals-und Nackenschmerzen in die Klinik gebracht. Die Polizei geht davon aus, dass die Hintergründe für den mutmaßlichen Überfall im „persönlichen Umfeld“ des Opfers liegen. Die Ermittlungen seien noch nicht abgeschlossen.

Hönes bestätigte, dass die Polizei bereits am Mittwochvormittag am Kepi war. Die Schule hatte Anzeige wegen Sachbeschädigung erstattet. Seit Ende September gab es in den Toiletten immer wieder mit Fäkalien verschmierte Wände. Die Vorfälle wurden jetzt auch an den Elternabenden im Kepi thematisiert. Diese Schmierereien hätten Schüler wie Lehrer „sehr belastet“, sagte gestern auf TAGBLATT-Nachfrage der Elternbeiratsvorsitzende Valentin Keppler. Er selber wurde noch am Mittwochabend von der Schulleitung über den Vorfall mit der Reinigungskraft informiert und verständigte die Elternvertreter am Kepi.

Gestern suchten die neue Schulleiterin Ulrike Schönthal und ihr Stellvertreter Gunter Kentschke persönlich jede Klasse auf und berichteten über den Vorfall. „Es ist alles ruhig abgelaufen, und die Polizei konnte in Ruhe ihre Gespräche führen“, erklärte gestern Sprecher Stefan Meißner vom Regierungspräsidium Tübingen. In dieser „krisenhaften Situation“ habe die Schule richtig reagiert und für einen geregelten Ablauf gesorgt. hoy

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Erstellt:
16. Oktober 2015, 12:00 Uhr
Aktualisiert:
16. Oktober 2015, 12:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 16. Oktober 2015, 12:00 Uhr

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