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Porsche-Prozess

Anklage gegen Wiedeking und Härter bröckelt

11.12.2015
  • DPA

Stuttgart. Die Anklage gegen den früheren Porschechef Wendelin Wiedeking und Ex- Finanzvorstand Holger Härter steht immer mehr auf wackeligen Füßen. Richter Frank Maurer machte deutlich, dass er es bei einem Teil der Anklage für schwierig halte, den von der Staatsanwaltschaft unterstellten Vorwurf der Marktmanipulation aufrecht zu erhalten. Es werde schwierig, eine Täuschungsabsicht sicher festzustellen. Dabei geht es um mehrere Porsche-Mitteilungen im Zuge der gescheiterten VW-Übernahme.

Entschieden ist in dem Verfahren aber noch nichts. Richter Maurer sagte am zwölften Verhandlungstag zugleich, seine vorläufige Einschätzung basiere auf Zeugenaussagen. Die Aktenlage könne noch ein anderes Bild ergeben. Die Staatsanwaltschaft wirft Wiedeking und Härter vor, die Anleger über die wahren Absichten getäuscht zu haben.

Die VW-Aktie war damals wegen der Übernahmepläne in die Höhe geschnellt. 2008 schwankte der VW-Kurs stark, Anleger verloren Milliardenbeträge. Härter und Wiedeking hatten die Vorwürfe stets zurückgewiesen. Dreh- und Angelpunkt des Verfahrens ist eine Mitteilung Ende Oktober 2008. Da hatte Porsche erstmals offiziell mitgeteilt, beim Autobauer VW eine Dreiviertelmehrheit anzustreben. Auch bei dem Anklagepunkt hat die Staatsanwaltschaft große Schwierigkeiten, den Angeklagten eine Täuschungsabsicht nachzuweisen.

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11.12.2015, 08:30 Uhr
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