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CO2-Handel

Anklage gegen Drahtzieher

Fast zwei Jahre nach seiner Festnahme in den USA hat die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt Anklage gegen den mutmaßlichen Drahtzieher eines millionenschweren Umsatzsteuerbetrugs erhoben.

22.03.2016
  • DPA

Frankfurt. Dem inzwischen 58-Jährigen wird vorgeworfen, den betrügerischen Handel mit Luftverschmutzungsrechten (CO2-Zertifikate) über ein Firmengeflecht "maßgeblich organisiert und gesteuert" zu haben. Die Anklagebehörde wirft dem Briten schwere Steuerhinterziehung vor. Er soll direkt für die Hinterziehung von rund 136 Mio. EUR Umsatzsteuer verantwortlich sein.

Eine Tätergruppe betrog den deutschen Staat 2009/2010 nach Erkenntnissen der Justiz beim Handel mit Rechten zum Ausstoß von klimaschädlichem Kohlendioxid (CO2) um insgesamt rund 850 Mio. EUR. Über deutsche Gesellschaften wurden Emissionsrechte aus dem Ausland gekauft und im Inland über Zwischenfirmen weiterverkauft, ohne Umsatzsteuer zu zahlen. Die letzte Gesellschaft in der Kette veräußerte die Papiere wieder ins Ausland. Dafür ließen sich die Betrüger vom Finanzamt nie gezahlte Umsatzsteuer erstatten.

Der per internationalem Haftbefehl gesuchte Brite war Anfang Mai 2014 am Rande einer Boxveranstaltung in Las Vegas vom Secret Service festgenommen und am 25. September 2015 nach Deutschland ausgeliefert worden. Seitdem sitzt der Mann in Untersuchungshaft.

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22.03.2016, 08:30 Uhr
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