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Konflikt

Angriff auf syrische Militäranlage

Israel soll eine Fabrik für Chemiewaffen im Nachbarland bombardiert haben. Offizielle Bestätigungen fehlen aber.

08.09.2017
  • DPA

Damaskus/Tel Aviv. Israelische Kampfflugzeuge haben laut syrischen Berichten in der Nacht zum Donnerstag eine Militäreinrichtung in Syrien angegriffen. Die syrische Armee teilte mit, bei der Bombardierung der Basis in der zentralsyrischen Provinz Hama seien zwei Soldaten getötet worden. Der Angriff nahe dem Ort Masjaf sei aus dem libanesischen Luftraum erfolgt. Die Armee warnte vor den Folgen dieser „Aggression“.

Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte erklärte, der Angriff habe einer Forschungseinrichtung und einem Lager für Kurz- und Mittelstreckenraketen gegolten. Dort hätten sich auch Kämpfer von ausländischen Milizen aufgehalten, die an der Seite des syrischen Regimes kämpften.

Die israelische Nachrichtenseite „ynet“ berichtete, es sei auch ein Konvoi mit Waffentransporten für die libanesische Schiiten-Miliz Hisbollah angegriffen worden. Eine israelische Militärsprecherin in Tel Aviv wollte sich nicht zu den Berichten äußern.

Nach Einschätzung des früheren israelischen Militärgeheimdienstchefs zielte der Angriff auf eine Chemiewaffenfabrik ab. Er habe einer Fabrik gegolten, „die Chemiewaffen und Fassbomben herstellte, die tausende syrischer Zivilisten getötet haben“, schrieb Amos Jadlin auf Twitter. „Wenn die Attacke von Israel ausgeführt wurde, wäre es eine lobenswerte und moralische Aktion Israels gegen das Schlachten in Syrien.“

Es gab keine offizielle Bestätigung aus Syrien dafür, dass eine Chemiewaffenfabrik getroffen wurde. Auch Israel äußert sich nicht offiziell zu entsprechenden Berichten. Jadlin schrieb allerdings, es handele sich um keinen gewöhnlichen Angriff. Das Ziel sei eine militärische Forschungsanlage, in der unter anderem auch präzisionsgesteuerte Raketen hergestellt würden, „von denen ein Teil im nächsten Krieg eine bedeutende Rolle spielen wird“.

Kriegssimulation im Norden

Israel hält sich weitgehend aus dem Konflikt im Nachbarland heraus. Der scheidende Kommandeur der israelischen Luftwaffe, Amir Eschel, hatte jedoch im vergangenen Monat gesagt, Israel habe in den vergangenen fünf Jahren bis zu 100 Mal Waffentransporte an Hisbollah oder andere Gruppierungen attackiert. Die vom schiitischen Iran finanzierte Hisbollah unterstützt im syrischen Bürgerkrieg die Truppen der Regierung.

Israels Armee hält in diesen Tagen im Norden des Landes die größte Militärübung seit zwei Jahrzehnten ab, die einen Krieg mit Hisbollah simuliert. dpa

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08.09.2017, 06:00 Uhr
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