Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Apple

Angriff auf den Streaming-Markt

Insgesamt 1,4 Milliarden iPhones sind in Umlauf – eine gute Basis für Film-Abo-Angebote.

23.03.2019

Von DPA

Das Apple-Logo vor dem Apple Store in Lujiazui. Foto: Wang Gang/dpa

Cupertino. Apple ist bereit, seine Hollywood-Pläne der Öffentlichkeit vorzustellen. Seit mehr als einem Jahr werden nach und nach große Namen präsentiert: Jennifer Aniston und Reese Witherspoon spielen in einer Serie über Rivalitäten im Frühstücksfernsehen, Steven Spielberg lässt die Mystery-Serie „Amazing Stories“ wiederaufleben, von M. Night Shyamalan („The Sixth Sense“) gibt es einen Thriller, dessen Story noch geheim ist. Alles in allem soll Apple 2 Mrd. Dollar (1,75 Mrd. EUR) in exklusive Inhalte gesteckt haben. Steht also der Angriff des iPhone-Konzerns auf die heutigen Streaming-Schwergewichte Netflix und Amazon Prime bevor?

Eine Antwort auf diese Frage dürfte es am Montag geben. Apple setzte ein Event in seinem Hauptquartier in Cupertino an, bei dem ausnahmsweise nicht Geräte im Vordergrund stehen sollen. Die animierte Einladung lässt wenig Zweifel: „Es ist Showtime“, heißt es nach einem stilisierten Filmrollen-Countdown. Unklar ist die Reichweite von Apples Ambitionen.

Nach bisherigen Medienberichten geht es dem Konzern nicht nur darum, Kunden mit exklusiven eigenen Inhalten zu locken, sondern auch die Rolle als Plattform für andere Dienste zu stärken. Apple hat bereits seine TV-App, von der aus Nutzer Zugriff auf Inhalte verschiedener teilnehmender Dienste haben. In Deutschland zum Beispiel sind es Sky Ticket, Amazon Prime Video und Sender-Mediatheken. Netflix ist nicht dabei, Firmenchef Reed Hastings machte vor wenigen Tagen deutlich, dass der Streaming-Primus auch bei der neuen Apple-Plattform nicht mitmachen werde.

Apple könnte gebündelte Pakete von Abos – etwa der Bezahldienste HBO, Showtime und Starz in den USA – günstiger verkaufen als die Einzelangebote, schreibt das Technologieblog „Recode“: „Apples Fokus wird – zumindest vorerst – darauf liegen, anderen beim Verkauf ihrer Videostreaming-Abos zu helfen und einen Umsatzanteil zu bekommen.“

Für die Rolle des Abo-Vermittlers spricht auch das bisher bekanntgewordene Ausmaß der Investitionen von Apple. So sind 2 Mrd. Dollar zwar eine Menge Geld, aber Netflix gibt pro Jahr um die 8 Mrd. für Inhalte aus, einen wachsenden Teil davon für exklusiv nur bei dem Dienst verfügbare Filme oder Serien. Andererseits ist das vielleicht auch nur der Anfang: Während Netflix seine Ausgaben immer noch hauptsächlich auf Pump finanziert, sitzt Apple auf einem Geldberg aus mehreren hundert Mrd. Dollar und kann auf eine Basis von 1,4 Mrd. Geräten im Umlauf zurückgreifen auf denen zum Beispiel die Eigenproduktionen exklusiv verfügbar sein könnten. dpa

Zum Artikel

Erstellt:
23. März 2019, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
23. März 2019, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 23. März 2019, 06:00 Uhr

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Lizenzierung.
Das Tagblatt bei Whatsapp & Co.
Wir liefern die wichtigsten Neuigkeiten aus der Region immer aktuell aufs Smartphone: per Whatsapp & Co.

Um diesen Service zu nutzen, öffnen Sie tagblatt.de/whatsapp  mit einem entsprechenden Mobilgerät.

Newsletter

Um unsere Newsletter zu erhalten, müssen Sie sich anmelden oder als Benutzer kostenlos neu registrieren. Ihre Daten werden ausschließlich für die Newsletter verwendet - nur falls Sie auch weitere Angebote des Verlags Schwäbisches Tagblatt wählen, auch für diese.
Das Tagblatt in den Sozialen Netzen

Faceboook      Instagram      Twitter           Google+      Google+