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Angelina Jolie fühlt sich Kambodscha seit Jahren eng verbunden
Angelina Jolie (links) traf bei ihrem jüngsten Besuch in Kambodscha auch den dortigen Premierminister Hun Sen (rechts). Foto: dpa
Eine Liebe fürs Leben

Angelina Jolie fühlt sich Kambodscha seit Jahren eng verbunden

Angelina Jolie frönt mit Mitte 20 ihrem Image als „wild child“: gewagte Outfits, freche Auftritte. Dann dreht sie im bitterarmen Kambodscha und entdeckt eine andere Welt. Das Land lässt sie nicht mehr los.

07.12.2015
  • ERIN HALE, DPA

Phnom Penh. Angelina Jolie lächelt von einem alten Foto an der Wand auf die Dinnergäste im Restaurant „Shiva Shakti“ in der kambodschanischen Hauptstadt Phnom Penh herab. Das Foto stammt aus dem Jahr 2001. Das war vor Brad Pitt und vor ihren sechs Kindern.

Die Entdeckung des ärmlichen Landes in Südostasien war ein dramatischer Wendepunkt in ihrem Leben, wie die 40-Jährige jetzt wieder bei einem Filmfestival in der Hauptstadt Phnom Penh erzählte. Das Land lässt sie nicht mehr los. Sie dreht dort gerade und beehrte ein Festival mit einem persönlichen Auftritt.

„Hier in diesem Land hatte ich diesen Moment, in dem mir klar wurde: Ich will Mutter werden, und ich will eine Art kambodschanische Familie haben“, sagte Jolie. Mit vielen Kindern. Das hat sie geschafft. Ihren Ältesten, Maddox (14), adoptierte sie 2002 in Kambodscha. Seine jüngeren Geschwister sind Pax (11) aus Vietnam, Zahara (10) aus Äthiopien sowie Shiloh (9) und die Zwillinge Vivienne und Knox (7), die Jolie mit Schauspieler Brad Pitt hat.

Bis zu dem Moment hatte Jolie in Hollywood ihr Image als „wild child“ kultiviert: freche Auftritte, hemmungslose Beziehungen, freizügige Outfits, viel Sex-Appeal, Tätowierungen und zwei Ehen. Ehemann Nummer zwei, der Schauspieler Billy Bob Thornton, ist auch auf dem Foto.

Kambodscha wurde zunächst die Wiege ihres Erfolgs: Jolie drehte dort 2001 den Actionfilm „Lara Croft: Tomb Raider“. Es war ihr Durchbruch.

Doch unabhängig von dem filmischen Erfolg hat Kambodscha bei Jolie einen Nerv getroffen. „Ich war damals nicht stolz auf mich und mein Leben“, sagte sie. „Hier habe ich so viel über das Leben gelernt, hier wurde mir klar, dass ich meine Perspektive ändern muss.“ Die Würde der Menschen, die Art und Weise, wie sie bei aller Armut das Trauma der Schreckensherrschaft der Roten Khmer in den 70er Jahren verarbeiteten, imponierten Jolie. Sie krempelte ihr Leben um. Erst adoptierte sie Maddox. Dann wurde sie Botschafterin des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR. Thornton bekam den Laufpass, seinen eintätowierten Namen auf ihrem Arm ließ sie per Laser entfernen. 2005 lernte sie den Schauspieler Brad Pitt kennen und lieben.

Sie kaufte in der Nähe von Maddox Geburtsort Battambang ein Haus und 60 000 Hektar Land und machte daraus ein Naturschutzgebiet. Sie half vielen Wohltätigkeitsorganisationen und gründete die „Maddox Jolie Pitt“-Stiftung für Umweltschutz. 2005 verlieh ihr das Königreich für ihr Engagement die Ehrenstaatsbürgerschaft.

Seit September ist sie wieder da. Jolie dreht den Film „First They Killed My Father“ (Der weite Weg der Hoffnung), die Geschichte der Rote-Khmer-Zeit aus der Sicht eines Kindes. Maddox hilft als Produktionsassistent und spielt eine kleine Rolle in dem Film. „Ich will, dass Maddox etwas über dieses Land lernt“, sagte Jolie. „Er ist mein Sohn, aber er ist auch ein Sohn Kambodschas.“ Jolie dreht in der Umgebung der Tempelanlagen Angkor Wat bei Siem Reap. Die Familie hat sie oft im Schlepptau. Paparazzi entdeckten Jolie und Pitt vor ein paar Wochen mit einigen Kindern im Markt von Siem Reap, von anderen Touristen kaum zu unterscheiden. Wie Besucher und Einheimische fuhren sie im Tuk-Tuk, einer Art Motorrad mit Fahrgast-Anhänger.

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07.12.2015, 08:30 Uhr
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