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Stuttgart

Angeklagter gesteht Brandstiftung mit vier Toten

Nach einem Feuer in einer Sozialunterkunft in Markgröningen mit vier Toten hat der mutmaßliche Brandstifter vor dem Landgericht Stuttgart seine Schuld eingeräumt.

04.04.2018
  • dpa/lsw

Stuttgart. «Ich habe mit einem Feuerzeug eine Decke angezündet und nicht an meine Mitbewohner gedacht. Ich bedaure die Tat zutiefst und trage die Verantwortung für das Geschehene», hieß es in einer Erklärung des 68-Jährigen, die dessen Anwalt zum Prozessauftakt am Mittwoch vorlas. Der Mann ist wegen Mordes, versuchten Mordes, Brandstiftung und gefährlicher Körperverletzung angeklagt (Az.: 9 Ks 3 Js 76319/17).

Dem deutschen Rentner wird vorgeworfen, im Sommer 2017 im Gemeinschaftsraum einer städtischen Unterkunft für Obdachlose in Markgröningen bei Stuttgart Feuer gelegt zu haben. Danach habe er sich auf sein Zimmer im oberen Stockwerk zurückgezogen. Der Brand habe sich auf das gesamte Gebäude ausgeweitet. Vier Mitbewohner des Angeklagten starben, eine Mitbewohnerin wurde verletzt. Der mutmaßliche Brandstifter sitzt seitdem in Stammheim in Untersuchungshaft.

Er leide an Depressionen und habe zum Zeitpunkt der Brandstiftung Selbstmordgedanken gehabt, erklärte der Angeklagte vor Gericht. Während der Verhandlung kämpfte er immer wieder mit den Tränen. Seine Verlobte und ein ehemaliger Mitbewohner aus der Unterkunft bestätigten, der Angeklagte sei mit seinen Lebensverhältnissen unzufrieden gewesen. Außerdem habe es häufiger Meinungsverschiedenheiten mit anderen Mitbewohnern gegeben.

Wenige Wochen vor dem Brand war der Mann von seiner Lebensgefährtin aufgefordert worden, aus der gemeinsamen Wohnung auszuziehen, woraufhin dieser schließlich in der Sozialunterkunft gelandet war. Wegen lautstarker Streitigkeiten und mehrfacher Besuche der Polizei hatte die Hausverwaltung mit der Kündigung der Wohnung gedroht. Vor Gericht beteuerte die Frau, den Rauswurf zu bereuen. Im Januar dieses Jahres verlobte sie sich bei einem Besuch im Gefängnis mit dem Angeklagten.

Der 68-Jährige ist bereits in den 80er Jahren wegen Brandstiftung zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt worden. Er gab an, über längere Zeit unter Alkoholproblemen gelitten zu haben. Mehrere Zeugen bestätigten, dass der Mann auch im Zeitraum der Tat fast jeden Tag mehrere Biere getrunken habe.

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04.04.2018, 11:23 Uhr | geändert: 04.04.2018, 17:20 Uhr
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