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Stadtleben

Andrang sorgt für „Notstand“

Elf Tage lang haben 300 000 Gäste auf dem Fischmarkt geschlemmt. Der Veranstalter ist zufrieden.

22.07.2019

Von RAINER LANG

Stuttgart. Der Run auf den 32. Hamburger Fischmarkt ist in diesem Jahr so groß gewesen, dass die Organisatoren am gestrigen Sonntag sogar von einem „Notstand“ sprachen. „Das hat es noch nie gegeben, dass am Abschlusstag schon am Nachmittag die Bismarckheringe ausgegangen sind“, erklären Anne-Kathrin Rehberg und Klaus Moritz. Die Veranstaltungsleiter hatten nicht geglaubt, „dass es möglich ist, so viel Fisch zu verkaufen“.

Ein Grund für das Rekordergebnis mag der günstige Preis für Krabben gewesen sein, die in den vergangenen Tagen immer wieder auszugehen drohten. „Richtig glücklich macht uns jedoch, dass wir als gesamtes Team mit unserer ganzen Fischvielfalt ein tolles Standing hatten“, betont Moritz. Wo sonst bekomme man holländische Doppelmatjes frisch, ohne dass sie zuvor eingefroren waren. Die Stuttgarter hätten auch bemerkt, dass die Heringe in diesem Jahr besonders gut sind, sagt Experte Moritz, dessen Familie seit mehr als 100 Jahren mit Fisch handelt. In Stuttgart sei nämlich in 32 Jahren ein Fisch-Fachpublikum herangewachsen, erläutert der Marktorganisator. „Wir haben das Thema Fisch in Stuttgart positioniert“, sagt er stolz.

Am Eröffnungstag war der Fischmarkt auf dem Karlsplatz bei Regen noch unter widrigen Bedingungen gestartet. Doch nachdem das Wetter besser wurde, gab es offenbar kein Halten mehr. Montag, Dienstag, Mittwoch und Donnerstag waren wie Wochenendtage, sagt Organisatorin Rehberg. Schon um die Mittagszeit sei der Platz so voll wie schon lange nicht mehr gewesen, hat die Veranstaltungsleiterin beobachtet. Und dabei sei es unter den rund 300 000 Besuchern äußerst friedlich zugegangen.

Für Moritz und Rehberg ist der Fischmarkt zu einer Art Familientreffen geworden. „Unsere Stammkunden erzählen uns ihre Familiengeschichten“, freut sich Rehberg über den Vertrauensbeweis. Menschen treffen und auch mal flirten, das gehört für sie zum Fischmarkt genauso wie frischer Fisch, Marktschreier wie Aale-Dieter, das hanseatische Flair und die Musik, vom Schlager bis zum Jazz.

Ein besonderes Highlight in diesem Jahr war der Shanty-Chor aus Rottenburg, der schon für das nächste Jahr im Juli gebucht ist. Rehberg ist vom diesjährigen Zuspruch überwältigt: „Es gibt keine größere Liebeserklärung“, schwärmt sie. Rainer Lang

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Erstellt:
22. Juli 2019, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
22. Juli 2019, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 22. Juli 2019, 06:00 Uhr

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