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Der Horber Mini-Rock kehrte heim

An jedem Festivaltag kamen etwa 4500 Besucher auf den Festplatz

Das 9. Horber Mini-Rock-Festival kehrte heim an seinen „Geburtsort“ auf dem Festplatz. Und jeden Tag waren knapp 4500 Besucher auf dem Platz. Am Limit ist man, was die Park- und die Campingplätze angeht.

04.08.2013

Von Dunja Bernhard

Rockmusik in Neckaridylle: Das Mini-Rock-Festival 2013
Videoplayer konnte nicht geladen werden.

Mehrere Tausend Musikfans auf dem Horber Festplatz: das Mini-Rock-Festival lockte in diesem Jahr mit Headlinern wie Prinz Pi und Jennifer Rostock. Aber auch der Campingplatz und der kühle Neckar waren Highlights des Festivals.

© Video: Lukas Föhr, Christin Hartard 03:08 min

Horb. Die untergehende Sonne nahm am Freitagabend die brütende Hitze des Nachmittags vom Festivalgelände. Mit der Dunkelheit legte sich eine angenehme Wärme über den Platz. Im „CoCaInn“-Strandbereich chillten die Menschen in Liegestühlen mit bunten Cocktails in den Händen oder tanzten zur Musik aus der Konserve. Vor der Hauptbühne ging noch immer die Post ab. Die 11-köpfige Band „Hoffmaestro“ aus Schweden beeindruckte nicht nur durch heiße Rhythmen, sondern auch mit ihrer energiegeladenen Bühnen-Show. „Ihr müsst alle rennen“, forderte Sänger Jens Malmlöf das Publikum auf, es ihm gleich zu tun. Wie ein Flummy hüpfte er über die Bühne oder zuckte synchron zu Drummer-Schlägen und flackerndem Licht. Ihre Reggae- und Ska-Rhythmen luden zum Tanzen ein, die Funk- und Technostücke dienten eher zum Abrocken.

Auf der Zeltbühne rappte „Ahzumjot“. Levon Supreme unterlegte seinen Sprechgesang mit Synthie-Akkorden, mal melancholisch, mal hammerhart. Drummer Jens sorgte für den Rhythmus. „Träume sind nur schön, wenn du nicht versuchst sie zu leben“, rappte der „Großstadt-Junge“ und ließ in seine Texte all die Ängste und Abgründe des Erwachsenwerdens einfließen. Dabei suchte er im Publikum stets sein Gegenüber. „Jetzt alle klatschen.“ „Ihr seid wunderbar!“ Bei „Wir haben nicht viel“ flammten sogar Feuerzeuge auf. Während die Scheinwerfen die Bühne in „Sepia-Gold“ tauchten, zog es die Ersten zurück zur Hauptbühne, denn der Headliner des Abends stand auf dem Programm.

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Mini-Rock-Festival in Horb

Mini-Rock-Festival in Horb

Mini-Rock-Festival in Horb

Mini-Rock-Festival in Horb:

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Mini-Rock-Festival in Horb:

Mini-Rock-Festival in Horb:

Mini-Rock-Festival in Horb

Mini-Rock-Festival in Horb

Mini-Rock-Festival in Horb

Impressionen vom Mini-Rock-Festival in Horb: Irie Révoltés.

Impressionen vom Mini-Rock-Festival in Horb.

Impressionen vom Mini-Rock-Festival in Horb: Callejon.

Impressionen vom Mini-Rock-Festival in Horb.

Impressionen vom Mini-Rock-Festival in Horb.

Impressionen vom Mini-Rock-Festival in Horb: Hoffmaestro.

Impressionen vom Mini-Rock-Festival in Horb: Prinz Pi.

Impressionen vom Mini-Rock-Festival in Horb

Impressionen vom Mini-Rock-Festival in Horb

Impressionen vom Mini-Rock-Festival in Horb

Impressionen vom Mini-Rock-Festival in Horb

Impressionen vom Mini-Rock-Festival in Horb

Impressionen vom Mini-Rock-Festival in Horb

Impressionen vom Mini-Rock-Festival in Horb

Impressionen vom Mini-Rock-Festival in Horb

Impressionen vom Mini-Rock-Festival in Horb

Impressionen vom Mini-Rock-Festival in Horb: Alligatoah.

Impressionen vom Mini-Rock-Festival in Horb: Hoffmaestro.

Impressionen vom Mini-Rock-Festival in Horb: Jennifer Weist.

Impressionen vom Mini-Rock-Festival in Horb: Jennifer Weist.

Impressionen vom Mini-Rock-Festival in Horb: Jennifer Weist.

Impressionen vom Mini-Rock-Festival in Horb: Prinz Pi.

Impressionen vom Mini-Rock-Festival in Horb: Heisskalt.

Impressionen vom Mini-Rock-Festival in Horb: Callejon.

Impressionen vom Mini-Rock-Festival in Horb: Heisskalt.

Impressionen vom Mini-Rock-Festival in Horb

„Irie Révoltés“ machten vom ersten Schritt an auf der Bühne Stimmung. Mit dem französischen Titelsong „Allez“ präsentierten sie ihr neues Album. Über die aufgewühlte Menge schwammen zwei Fans in einem Schlauchboot, nur getragen von den Händen des Publikums. Daneben ragte ein modernes Steckenpferd, eine gebogene Schwimmnudel mit Glitzermähne, auf. Doch „Irie Révoltés“ ließen nicht nur das Tanzbein zucken. Sie hatten auch gesellschaftskritische Lieder in ihrem Programm, sangen gegen Homophobie und Aufrüstung.

Dass die Jugendlichen nicht unpolitisch sind und ihre Meinung vertreten, meint auch Wilfried Neusch von Amnesty International. Viele Festivalbesucher ließen sich an seinem Stand fotografieren oder bemalten eine Stofftasche mit einer Nofretete mit Gasmaske, um für Menschenrechte in Ägypten zu protestieren. Mitarbeiter von „Viva con Agua“ sammelten Dosen und Becher, um mit dem Pfand sauberes Trinkwasser in Regionen der Erde zu bringen, wo dieses nicht selbstverständlich ist. „Wir haben großen Zuspruch“, sagte Constantin Mauf, der Fahne schwenkend mit einer großen Mülltonne durch die Massen zog.

Am Samstag legten die Mini-Rock-Festivaler noch einen drauf. Schon am frühen Abend war der Platz vor der Hauptbühne gut gefüllt. Ziemlich heavy rockten die „Eskimo Callboys“. Vor der Bühne war Moshing und Slamdance angesagt. Dank Kroko-Kostüm durfte Felix sogar auf der Bühne mitrocken. Das Schwitzen hatte sich gelohnt.

Mit frischen Ideen und ganz eigener Musik im Techcore-Stil überraschten „His Statues Falls“. Die Fans drängten sich im Zelt und zuckten wild zur Musik. In den hinteren Reihen wippte zumindest noch der Kopf.

„Käptn Peng & Die Tentakel von Delphi“ boten Hip-Hop mit Kontrabass, melodischen Gitarrenklängen und Betonmischtrommel. Der Sänger (und Schauspieler) Robert Gwisdek rezitierte zwischen den Liedern lyrische Texte mit Tiefgang. Das kam an.

Bevor „Jennifer Rostock“ die Bühne betrat, lief dort erst mal eine beeindruckende Light- und Sound-Show ab. Die Markenzeichen der quirligen Sänger mit Sexappeal sind ihre ausdrucksstarken Stimmen und Sprüche, die tief unter die Gürtellinie beziehungsweise in den BH zielten. Den überwiegend weiblichen Fans direkt vor der Bühne schien das zu gefallen. Für Whiskey-Cola ließen sie die Hüllen fallen. Die Musik der Band verortet sich zwischen Punk, Elektro-Pop und Deutschrock stets mit eingängigem Beat.

Auch wenn „Jennifer Rostock“ als Headliner des Abend angekündigt war – den musikalischen Höhepunkt bildete „Prinz Pi“. Schon als der „Grand Seigneur großstädtischer Hip-Hop-Musik“ ganz unspektakulär die Bühne betrat, hatte er die Massen hinter sich. Die Hände gingen hoch und textsicher sangen seine Fans alte und neue Lieder mit. Der Berliner rappte von „Glück“ und „Eifersucht“, von „Trümmern“ und „Modernen Zeiten.“ In „Dumm“ klagte er die gedankenlose Konsumgesellschaft an. Seine Songs haben nicht nur tiefgründige Texte, sondern auch hörenswerte Melodien. Mal dominiert die Gitarre, mal das Klavier. Fehlen durfte auch nicht „Ich bin ein Teil von dir, du bist ein Teil von mir, Generation ...“ - „Porno“ brüllte das Publikum und reckte dazu die „politisch korrekte“ linke Faust.

Rund 4500 Festivaler machten auch die dritte Nacht zum Tag mit einer einzigen großen Fete.

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Erstellt:
4. August 2013, 12:00 Uhr
Aktualisiert:
4. August 2013, 12:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 4. August 2013, 12:00 Uhr

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