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Interkulturelle Kompetenz vermitteln

An der Universität eröffnete das koreanische King Sejong Institut

Koreanische Sprache und Musik aber auch Business-Koreanisch und koreanische Geschichte kann man am neu gegründeten King Sejong Institut studieren. Das koreanische Kulturinstitut, dessen Angebot sich an die breite Öffentlichkeit richtet, wurde gestern eröffnet.

07.11.2012

Von Angelika Bachmann

Tübingen. Nach dem Deutsch-Amerikanischen Institut und dem Institut Francais ist das King Sejong Institut nun das dritte Kulturinstitut in Tübingen. Angesiedelt ist es zwar am Asien-Orient-Institut der Universität in der Wilhelmstraße. Doch das Angebot richtet sich nicht in erster Linie an die mittlerweile rund hundert Koreanistik-Studierenden in Tübingen. Das Institut will koreanische Kultur und Sprache einem größeren Kreis nahe bringen – wie etwa die Goethe-Institute.

Tübingen ist nach Berlin und Bonn der dritte Standort der koreanischen Kulturinstitute in Deutschland. Das liegt zum einen daran, dass Tübingen zu den ältesten akademischen Koreanistik-Einrichtungen in Deutschland gehört. Es ist auch das einzige Institut in Deutschland, das eine Außenstelle in Korea (nämlich in Seoul) hat.

Zum anderen dürfte die koreanische Regierung in dem Leiter des Uni-Instituts für Koreanistik, Prof. You Jae Lee, auch einen idealen Leiter des neuen Kultur-Instituts gesehen haben. Seit zweieinhalb Jahren ist You Jae Lee Junior-Professor an der hiesigen Uni. Und schon jetzt ist Rektor Bernd Engler voll des Lobs über den dynamischen Dozenten, sodass er ihm gestern wünschte, er möge die Tübinger Koreanistik auch die kommenden dreißig, vierzig Jahre leiten.

Zum Festakt in die Neue Aula war auch der Botschafter der Republik Korea, Jae Shin Kim, gekommen. In seiner dreisprachigen Rede – auf Deutsch, Koreanisch und Englisch – betonte er die Verbundenheit Koreas mit Deutschland. You Jae Lee, der neue Leiter des King Sejong Instituts, versprach, ein breit gestaltetes Programm anzubieten: Es werde Sprachkurse für Studierende anderer Fächer, aber auch Kurse in Business-Koreanisch für Berufstätige geben. Ausstellungen, Lesungen und andere Kulturereignisse kündigte Lee an, ebenso Angebote zur Vermittlung interkultureller Kompetenz. Insbesondere wolle er die „sehr kreative Jugendkultur“ Koreas mit einbeziehen.

Die King Sejong Institute sind benannt nach König Sejong dem Großen. Er regierte das Königreich Joseon von 1414 bis 1450. Er entwickelte mit seinen Gelehrten die noch heute gültige koreanische Schrift. König Sejong lebte damit im gleichen Jahrhundert wie der Gründer der Tübinger Universität, Graf Eberhard im Barte, so ließ Hans-Ulrich Seidt in seinem schriftlich übermittelten Grußwort wissen. Der Leiter der Abteilung Kultur und Kommunikation im Auswärtigen Amt (und ehemalige Tübinger Jura-Student) war bis 2012 deutscher Botschafter in Seoul – und einer der wichtigen Fürsprecher Tübingens als Standort des koreanischen Kulturinstituts.

Koreanische Kultur zu vermitteln, ist die Aufgabe des King Sejong Instituts. Einen Vorgeschmack darauf bekam man bereits beim Festakt in der Neuen Aula. Hye Won Kim spielte auf der Kayagum, einem traditionellen Saiteninstrument, Musik von Hwang Byung Ki, der in seinen Kompositionen traditionelle mit moderner Musik verbindet. Unter den Zuhörern in der ersten Reihe (von links): der Leiter der Tübinger Koreanistik und des Kulturinstituts, Prof. You Jae Lee, der Leiter des Berliner King Sejong Instituts, Jong Seok Yun, der Botschafter der Republik Korea, Jae Shin Kim, Uni-Rektor Bernd Engler, und die beiden Prorektoren Heinz-Dieter Assmann und Herbert Müther. Bild: Metz

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Erstellt:
7. November 2012, 12:00 Uhr
Aktualisiert:
7. November 2012, 12:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 7. November 2012, 12:00 Uhr

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