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Kommunen

Amsterdam auf der Überholspur

Im Ranking europäischer Kulturstädte behauptet Stuttgart in ihrer Gruppe Platz fünf, verliert aber an Boden.

11.10.2019

Von DANIEL GRUPP

Stuttgart. „Der fünfte Platz im EU-Ranking zu Kultur und Kreativität ist ein tolles Ergebnis und freut mich sehr“, sagt OB Fritz Kuhn (Grüne) über eine Studie der Europäischen Kommission, die Kultur und Kreativität von Städten aus 30 Ländern Europas bewertet. Stuttgart erreicht in der Gruppe der Städte mit 500 000 bis 1 Million Einwohnern Rang 5. Kuhn sieht darin „Bestätigung und Ansporn zugleich“.

Das EU-Städtemonitoring 2019 untersucht 190 europäische Kommunen. In die Bewertung kamen 179 Städte, die nach Einwohnerzahl in fünf Gruppen gegliedert sind. Die 20 Städte in der XXL-Abteilung haben mehr als eine Million Einwohner. Hier führt Paris mit deutlichem Vorsprung vor München und London. In der Stuttgart-Gruppe (40 Städte) ist Kopenhagen vor Lissabon, Stockholm und Dublin vorne. In der Studie steht der Hinweis, dass Amsterdam an der Landeshauptstadt vorbeiziehen könnte, je nach Gewichtung der Kriterien.

Lohnende Kulturausgaben

Nach Einschätzung des Oberbürgermeisters lohnten sich Investitionen in Kulturstätten wie Oper und künftiges Konzerthaus. Hier gehe es „um die Zukunft der Stadt“. Mit den Ausgaben werde die Attraktivität als „Stadt zum Leben und Arbeiten“ gesichert.

Wobei die Landeshauptstadt ihren Spitzenplatz weniger dem reichhaltigen Kulturleben und der kulturellen Teilhabe verdankt, hier ist sie in ihrer Gruppe nur gehobenes Mittelmaß. Den Spitzenplatz belegt Stuttgart indes im Bereich Kreativwirtschaft. Hier geht es um Arbeitsplätze im Kultur- und Medienbereich, um Patente im Elektronik- und um neue Jobs im Kreativsektor.

Schwächer im Regieren

Auf einem vorderen Mittelplatz landet Stuttgart im Bewertungsbereich, bei dem es um Mentalität, Internationalität, Ausländerfreundlichkeit und Bildung geht. Hier wird das politische Klima einer Kommune eingeschätzt. Zu diesem Sektor gehört die Bewertung der Verwaltungsleistung. Hier verliert Stuttgart ein paar Punkte gegenüber 2017. Der Pfeil, der zeigt, ob die Stadt gut regiert wird, zeigt nach unten.

Stuttgart ist kein Einzelfall: Insgesamt gehe die Qualität der Regierungsführung zurück, stellen die Forscher fest. Sie sehen geographische Unterschiede. Während Städte in Nordeuropa ihren hohen Standard halten könnten, gehe die Verwaltungsleistung in west- und südeuropäischen Regionen zurück.

Neben Stuttgart sind im Ranking Karlsruhe (Rang 2 unter den Städten bis 500 000 Einwohnern) und Heidelberg (Rang 3 bei Kommunen bis 250 000 Einwohnern) gut platziert. Daniel Grupp

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Erstellt:
11. Oktober 2019, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
11. Oktober 2019, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 11. Oktober 2019, 06:00 Uhr

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