Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag zu erstellen.
Anmelden
Halb Louisiana steht unter Wasser, aber die Medien zeigen vor allem die Brände in Kalifornien

Amerikaner kämpfen gegen Flut und Feuer

Die USA kämpfen gegen Naturgewalten: In Louisiana erreicht das Hochwasser historische Ausmaße, in Kalifornien die verheerenden Waldbrände.

20.08.2016
  • DPA

Baton Rouge. Es ist eine stille Katastrophe gigantischen Ausmaßes: Was sich im US-Bundesstaat Louisiana abspielt, ist nach Einschätzung des Roten Kreuzes die schlimmste Naturkatastrophe, die die USA nach dem Hurrikan „Sandy“ im Jahr 2012 heimgesucht hat. Komplette Landstriche stehen unter Wasser.

In Kalifornien hingegen toben riesige Busch- und Waldbrände. Mehr als 80 000 Menschen sind aufgerufen worden, die Gefahrenzone rund 100 Kilometer östlich von Los Angeles zu räumen. Der starke Wind nährt viele Feuer immer wieder aufs Neue.

Nach einem dreitägigen Kampf gegen die Flammen hat die Feuerwehr gestern erstmals eine Erfolgsmeldung verbreitet. In einigen Orten durften Bewohner in ihre Häuser zurückkehren. Auch ein Highway, der von Kalifornien nach Las Vegas führt, war wieder zu befahren.

In Louisiana jedoch ist kein Ende der Katastrophe in Sicht. Weite Teile des Staates stehen bis zu einem halben Meter unter Wasser. Die Bilder aus Baton Rouge und den tiefer gelegenen Gebieten erinnern an jene nach dem Hurrikan „Katrina“ aus dem Jahr 2005. 13 Menschen sind bisher ums Leben gekommen, 40 000 Häuser zerstört.

Anders als 2005 spielt die Überschwemmung in den US-Nachrichten kaum eine Rolle. Führende Vertreter des Staates bezeichnen sie als „historisch“ und „beispiellos“. Die TV-Nachrichten befassen sich dennoch viel mehr mit den Bränden in Kalifornien – dazu gibt es die besseren Bilder. Daneben gibt es praktisch nur den US-Wahlkampf und die Olympischen Spiele.

Die tagelangen, schweren Regenfälle in Louisiana durchkreuzten das Muster der Katastrophenberichterstattung in den USA. Es war kein Hurrikan, kein tropischer Sturm, sondern „nur“ ein riesiges, namenloses Tief mit sehr viel Wasser.

Aus Louisiana ist deshalb gestern Kritik und Wut laut geworden. Die regionale Katastrophenbehörde erkannte zwar an, dass die Regierung in Washington das Desaster angemessen einordne und auch handle. In sozialen Medien jedoch gibt es sehr viel Kritik an Präsident Barack Obama, der im Golfurlaub an der Ostküste ist. Die Zeitung „The Advocate“ aus Baton Rouge merkte an, dass Obama seinen Urlaub für ein Spendendinner für Hillary Clinton unterbrochen, es aber nicht nach Louisiana schaffe. „Urlaub hin oder her, das verwundete Louisiana braucht Sie jetzt!“

„Was wir hier erleben, kommt vielleicht alle 500 bis 1000 Jahre vor“, sagte der Abgeordnete Garret Graves, der sein ganzes Leben in Baton Rouge verbracht hat, dem Magazin „Atlantic“. Die Menschen des Staates seien zu wenig vorbereitet gewesen. Gouverneur John Bel Edwards sagte, wenn ein Tief nicht einmal einen Namen hat, dann unterschätzten viele Menschen seine Kraft und seine Gefahr.

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

20.08.2016, 06:00 Uhr
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar zu verfassen.
Anmelden

Newsletter-bestellen

· Samstags verschicken wir die News der Woche, unser Klassiker: Die wichtigsten Themen und Geschichten direkt im E-Mail-Postfach. So bleiben Sie auch in der Ferne immer informiert, was in und rund um Tübingen passiert.
· Werktags versenden wir um 9 Uhr die News am Morgen mit den wichtigsten aktuellen Nachrichten.
· Sonntagabend kommt unser Sport-Newsletter mit den wichtigsten Lokalsport-Berichten und Ergebnissen vom Wochenende.

Um unsere Newsletter zu erhalten, müssen Sie sich anmelden oder sich neu als Benutzer registrieren. Ihre Daten werden ausschließlich für die Newsletter (nur falls Sie weitere Angebote des Verlags Schwäbisches Tagblatt wählen, auch für diese) verwendet. Ihre Daten werden nicht an andere Unternehmen weitergegeben.
Nachrichten via Messenger
Die wichtigsten Neuigkeiten aus der Region liefern wir Ihnen auch per WhatsApp & Co. aufs Smartphone. Um diesen Service zu nutzen, öffnen Sie tagblatt.de/whatsapp bitte mit einem entsprechenden Mobilgerät.
Heute meistgelesenNeueste Artikel

Nachrichten aus ...
Reutlingen Wannweil Pliezhausen Walddorfh�slach Ammerbuch T?bingen Dettenhausen Kirchentellinsfurt Kusterdingen Gomaringen Dusslingen Ofterdingen Mössingen Nehren Bodelshausen Hirrlingen Neustetten Rottenburg Starzach Horb
Das Tagblatt bei
Facebook Google+ Twitter Instagram
Video-News: Aus Land und Welt
Heute meistgelesen
Wirtschaft im Profil
Neueste Artikel
Anzeige

Themen-Dossiers

Themen-Dossiers
Single des Tages
date-click
Das Tagblatt als E-Paper

Kontakt zum Kundenservice

Abonnement
07071/934-222
vertrieb@tagblatt.de

Anzeigen
07071/934-444
anzeigen@tagblatt.de

Kontakt zu den Redaktionen

Schwäbisches Tagblatt Tübingen
07071/934-0
redaktion@tagblatt.de

Neckar-Chronik Horb
07451/9009-30
nc@neckar-chronik.de

Tagblatt Online         
07071/934-314
online@tagblatt.de

Steinlach-Bote Mössingen
07473/9507-0
sb@tagblatt.de

Rottenburger Post
07472/1606-16
ro@tagblatt.de

Reutlinger Blatt
07121/3259-50
rt@tagblatt.de

Tagblatt Anzeiger
07071/934-344
tagblatt-anzeiger@tagblatt.de

Wirtschaft im Profil
07071/934-166
wip@tagblatt.de


Oder nutzen Sie unser Kontaktformular