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Graben/Leipzig

Amazon verteidigt Lohnpolitik

Der Online-Händler Amazon wehrt sich weiter gegen die Kritik der Gewerkschaft Verdi an der Bezahlung seiner Mitarbeiter in den deutschen Versandzentren.

30.03.2016
  • DPA

Graben/Leipzig. "Wir bezahlen in unseren Logistikzentren am oberen Ende dessen, was für vergleichbare Tätigkeiten üblich ist, an allen Standorten in Deutschland umgerechnet mindestens 10 EUR brutto pro Stunde", erklärte Amazon in München.

Die Gewerkschaft Verdi fordert eine Bezahlung nach dem Tarifvertrag für den Einzelhandel - dies lehnt Amazon ab. Seit 2013 kommt es deshalb immer wieder zu Streiks an den deutschen Amazon-Standorten. Am gestrigen Dienstag legten Beschäftigte in Graben bei Augsburg und Leipzig die Arbeit zeitweise nieder. "270 Mitarbeiter der Frühschicht sind dem Aufruf der Gewerkschaft gefolgt", erklärte Amazon. Zu Lieferverzögerungen komme es aber nicht, da der Großteil der rund 11 000 Beschäftigten regulär arbeite. In Leipzig rechnete Verdi-Streikleiter Thomas Schneider bis zum Ende der Spätschicht mit mehr als 400 Beteiligten.

Bundesweit hat Amazon neun Versandzentren. In Graben bei Augsburg verdienen die Beschäftigten laut Amazon im ersten Jahr 10,89 EUR pro Stunde, im zweiten 12,35, im dritten 13,01 EUR. "Hinzu kommen Extras: Bonus, Weihnachtsgeld, Mitarbeiter-Aktien, Gratis-Versicherungen, ein Pensions-Fonds und Mitarbeiterrabatte."

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30.03.2016, 06:00 Uhr
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