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Herzlich willkommen und auf Wiedersehen

Am ersten Arbeitstag des Trainers Huub Stevens verkündet Hoffenheim bereits den Nachfolger

Knall auf Fall im Kraichgau: Gestern Gisdol, heute Stevens, morgen Nagelsmann. Der Klub, der einst als Musterbeispiel des gut geführten Fußballbetriebs galt, heuert und feuert die Trainer im höchst kuriosen Akkord.

28.10.2015
  • SID

Sinsheim Verabschiedung bei der Begrüßung: Auf den Feuerwehrmann folgt der Rekordmann: Huub Stevens wird nach dem Ende der laufenden Saison seinen Trainerstuhl bei dem taumelnden Fußball-Bundesligisten 1899 Hoffenheim für den erst 28 Jahre alten Julian Nagelsmann räumen. Der derzeitige U-19-Trainer der Hoffenheimer steigt somit zum jüngsten Trainer der ersten Liga auf.

"Das ist die logische und folgerichtige Entscheidung" sagte Hoffenheims Mehrheitseigner Dietmar Hopp, der erst am Montag Markus Gisdol entlassen hatte. "Wir wollen in der Nachwuchsarbeit weiter Maßstäbe setzen, das gilt auch für unsere Trainer." Der künftige Coach, den Rekordmeister Bayern München zuletzt als Trainer für die U 17 verpflichten wollte, hat einen Vertrag bis 2019 unterschrieben.

"Ich freue mich sehr auf diese reizvolle Aufgabe und bedanke mich schon jetzt für das in mich gesetzte Vertrauen und die Chance", so ließ der in Landsberg am Lech geborene Nagelsmann, der momentan seine Ausbildung zum Fußballlehrer absolviert, ausrichten. Der Senkrechtstarter, der aufgrund von Verletzungen seine aktive Karriere früh beenden musste, ist ein Schüler von Trainer Thomas Tuchel.

"Es ist ein fleißiger, wissbegieriger Trainer", sagte der Coach von Borussia Dortmund. "Er hat seine Qualitäten im Nachwuchsbereich bewiesen. Ich hoffe, er erhält die nötige Unterstützung des Klubs. Ich traue ihm das zu 100 Prozent zu."

Perspektivtrainer Nagelsmann, im vergangenen Jahr Deutscher Meister und diesem Jahr im Finale mit den 1899-Junioren, hat beim FC Augsburg für Tuchel gearbeitet. Seine A-Lizenz schaffte Nagelsmann mit der Abschlussnote 1,0. Nagelsmann bezeichnet sich selbst als Perfektionisten und soll auch im Abstiegsfalle die Profis übernehmen. "Er hat kurz geschluckt, als wir ihn am Samstag kontaktiert haben", sagte Hoffenheims Sportchef Rosen. "Aber dann hat er mutig zugesagt. Er passt total zu unserem Weg. Wir sind von seiner Qualität und seiner Autorität überzeugt. Es handelt sich nicht um eine PR-Maßnahme. Julian stellt schon viel dar."

Nagelsmann wird laut Rosen "bewusst nicht in die aktuelle Trainerarbeit einbezogen". Bei der Planung für die kommende Spielzeit werde Nagelsmann, dessen Klub nach nur einem Saisonsieg mit sechs Punkten - so wenig wie noch nie in der Vereinsgeschichte nach zehn Spieltagen - auf dem vorletzten Platz rangiert, jedoch natürlich mitreden.

Bevor Nagelsmann sein Amt antreten wird, soll Stevens dafür sorgen, dass der neue Trainer nicht in der zweiten Liga anfangen muss. "Ich glaube, dass die Mannschaft nicht da unten hingehört", sagte der 61 Jahre alte Niederländer, der die Profis gestern zum ersten Training bat: "Wenn alle Beteiligten ein Team werden, haben wir die Chance, unten weg zu kommen." Stevens wird bereits am Samstag beim Gastspiel gegen seinen Ex-Klub 1. FC Köln auf der Hoffenheimer Bank sitzen. "Meine Frau hat gesagt, dass ich verrückt bin", sagte Stevens. "Aber die Fußballsucht ist eben da, die geht nicht weg."

Am ersten Arbeitstag des Trainers Huub Stevens verkündet Hoffenheim bereits den Nachfolger
Soll Hoffenheim ab Sommer 2016 trainieren: Julian Nagelsmann. Foto: dpa

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28.10.2015, 12:00 Uhr
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