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Kommentar zu fehlenden Pflegekräften

Am Problem vorbei

Der Pflegenotstand ist eine Katastrophe mit Ansage. Seit Jahren weigern sich Politik und Heimbetreiber den Dienst am Menschen so zu bewerten und zu bezahlen, dass der Beruf attraktiv wird und über viele Jahre hinweg auch ausgeübt werden kann.

03.04.2018

Von Elisabeth Zoll

Kurzfristige Profitinteressen sind wichtiger als eine langfristige Versorgung. Weil sich das Land aber leistet, selbst engagierte Pflegekräfte in verdichteten 24-Stunden-Schichten binnen weniger Jahre zu verschleißen, bleiben viele offene Stellen unbesetzt. Fachkräfte in Ländern abzuwerben, die noch schlechtere Arbeitsbedingungen bieten, mag für Minister Spahn naheliegend sein, am Kern des Problems ändert das nichts.

Im Gegenteil: Werden fachlich gute, aber sprachlich ungeschulte Kräfte eingestellt, geht das zu Lasten der Stammbelegschaft. Denn sie muss aufwändige Pflegedokumentationen übernehmen und vermutlich auch Übersetzungsdienste der neuen Kräfte mit den alten Bewohnern. Nicht die fixe Abfolge von Handgriffen macht gute Pflege aus, sondern die Fähigkeit, fachlich kompetent und menschlich einfühlsam auf Bewohner einzugehen. Ein forscher Blick über die Grenze hilft da nicht.

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Erstellt:
3. April 2018, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
3. April 2018, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 3. April 2018, 06:00 Uhr

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