Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Kommentar Ausbildung

Am Kern der Sache vorbei

Es ist im Grunde die alte und wohl nie ganz zu klärende Frage: Wer ist Schuld daran, dass auf der einen Seite jedes Jahr tausende Ausbildungsstellen unbesetzt bleiben und gleichzeitig tausende Bewerber keine Stelle bekommen. Die Antwort ist zunächst einfach: Weil der Auszubildende und der Ausbildungsbetrieb oft nicht zusammenpassen. Beide haben vom anderen jeweils andere Vorstellungen.

05.04.2018

Von HELMUT SCHNEIDER

Ulm. Das ist eine relativ normale Sache. Kein Betrieb wird einen Lehrling nehmen, den er für völlig ungeeignet hält. Kein Azubi wird einen Beruf erlernen wollen, der ihm nicht zusagt. Wenn die Zahl der Ausbildungsabbrecher jetzt spürbar angestiegen ist, dann hängt das mit der guten Konjunktur und damit mit der guten Lage auf dem Arbeitsmarkt zusammen. Wer eine oder gar mehrere Alternativen zu einer Ausbildung hat, die ihm nicht gefällt, wird nicht lange zögern, sie abzubrechen.

Es ist eben nicht in erster Linie die Bezahlung, an der eine Ausbildung scheitert. Die Forderung nach einem Mindestlohn für Azubis geht schon allein deshalb am Kern der Sache vorbei. Es gibt genug Betriebe und Berufe, die anständig bezahlen – bei guter Konjunktur und Mitarbeitermangel umso mehr – und dennoch vergeblich Auszubildende suchen.

Die alte Debatte wird weitergehen. Hoffentlich hält auch die gute Konjunktur, die sie ausgelöst hat, noch eine Weile an.

Zum Artikel

Erstellt:
5. April 2018, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
5. April 2018, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 5. April 2018, 06:00 Uhr

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Lizenzierung.
Das Tagblatt bei Whatsapp & Co.
Wir liefern die wichtigsten Neuigkeiten aus der Region immer aktuell aufs Smartphone: per Whatsapp & Co.

Um diesen Service zu nutzen, öffnen Sie tagblatt.de/whatsapp  mit einem entsprechenden Mobilgerät.

Newsletter

Um unsere Newsletter zu erhalten, müssen Sie sich anmelden oder als Benutzer kostenlos neu registrieren. Ihre Daten werden ausschließlich für die Newsletter verwendet - nur falls Sie auch weitere Angebote des Verlags Schwäbisches Tagblatt wählen, auch für diese.
Das Tagblatt in den Sozialen Netzen

Faceboook      Instagram      Twitter           Google+      Google+      Google+