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Altstars lassen es krachen

Rock beim 52. Montreux Jazz Festival

Je oller, je doller. Beim 52. Montreux Jazz Festival standen Musiker auf der Bühne, die seit 50 Jahren den Pop prägen.

16.07.2018

Von nme

Alice Cooper und Joe Perry in Montreux. Foto: afp

Von wegen Gruftie-Rock oder alte Säcke. Beim Montreux-Festival zeigten die Altvorderen, wie es geht. Etwa Alice Cooper, der mit seinen „Hollywood Vampires“, der wohl teuersten Cover-Band, zusammen mit Aerosmith-Gitarrist Joe Perry und Schauspieler Johnny Depp an den Gitarren gut 100 Minuten laut und energiegeladen über die Bühne fegte. Auch Steve Winwood (70), Van Morrison (72) und Paolo Conte (80), alle mit markanten Stimmen gesegnet, die seit über 50 Jahren die Rock-und Popmusik prägen, zelebrierten ihr Können vor einem begeisterten Publikum.

Der lange Abschied

Deep Purple befindet sich auf „The Long Goodbye-Tour“. „Warum soll man das Ende mit einem einzigen Abschiedskonzert feiern?“, fragte Bassist Roger Glover (71) vor dem Auftritt. Da spiele Deep Purple lieber „solange, bis einer nicht mehr will oder kann“. In diesem Jahr sei es zwar „ein bisschen busy“ – die Band spielt um die 70 Konzerte weltweit. Allerdings sei es vermutlich der letzte Auftritt in Montreux, der Stadt, mit der die Band untrennbar verbunden ist, seit dort 1971 der ikonische Purple-Hit „Smoke on the Water“ entstand.

Scheinbar unzerstörbar ist Iggy Pop. Mit seinen 71 Jahren spielt er höchst energiegeladene Konzerte. Natürlich mit freiem, verschwitztem Oberkörper. Die 4000 Fans rasteten aus bei der mitreißenden Show des Musikers, der auch zufrieden in seinem Heim in Florida die Sonne hätte genießen könnte. Als Godfather des Punk kann er nur eines noch nicht: über die Menge gehen. Beim Crowdsurfen (!) stürzte der 71-Jährige auf den Hallenboden, verlor einen Zahn – und sang weiter.

Beim Jazz-Festival in Montreux feierte auch Quincy Jones seinen 85. Geburtstag mit 600 Festivalbesuchern bei freiem Eintritt im neuen, stilvollen „House of Jazz“ mit Geburtstagsständchen und Jamsessions von Jazzgrößen wie Richard Bona, Jacob Collier, Monty Alexander und dem Rappern Mos Def. Wie es sich für einen 85-jährigen, legendären Musikproduzenten gehört: von zwei Uhr nachts bis morgens um fünf Uhr.

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Erstellt:
16. Juli 2018, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
16. Juli 2018, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 16. Juli 2018, 06:00 Uhr

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