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„Als fertiges Produkt präsentiert“
Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU). Foto: Gollnow/dpa
Schule

„Als fertiges Produkt präsentiert“

Das Land kritisiert die Entwickler der bisher nicht betriebsbereiten digitalen Bildungsplattform „Ella“.

26.07.2018
  • AXEL HABERMEHL

Stuttgart. Die Landesregierung sieht sich im Prozess zur Einführung der Bildungsplattform „Ella“ offenbar von deren Entwicklern getäuscht. Das geht aus Antworten der Regierung auf eine Große Anfrage der FDP-Landtagsfraktion hervor.

Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) zeichnet in dem Papier unter anderem die Abläufe nach, die zur Vergabe des Projekts an den Anbieter KIVBF (Kommunale Informationsverarbeitung Baden-Franken) führten. Im Frühjahr 2017 hätten vier Hersteller ihr jeweiliges Produkt vorgestellt. „Die Plattformlösung der KIVBF wurde dem Kultusministerium dabei als fertiges Produkt präsentiert, das mit geringem Anpassungsaufwand alle Anforderungen des Kultusministeriums erfüllen kann.“

Wie berichtet, ist „Ella“ („Elektronische Lehr- und Lernassistenz“) wegen technischer Schwierigkeiten bisher nicht im Einsatz. Eisenmann beklagt, erst Tage vor dem geplanten Start der Einführungsphase Ende Februar 2018 über technische Störungen informiert worden zu sein. Daher stoppte sie das Projekt. Nun schreibt sie: „Dem Innenministerium und dem Kultusministerium wurde stets signalisiert, dass dem Start der Einführungsphase nichts im Wege stehe. Umso überraschender war deshalb die Erklärung der KIVBF am 22. Februar 2018, dass die technische Betriebsbereitschaft der Plattform nicht erklärt werden könne.“

Heute ist bekannt, dass maßgebliche Probleme aus der Tatsache resultieren, dass KIVBF, ein kommunaler Zweckverband, der inzwischen in der IT-Organisation ITEOS aufgegangen ist, etliche Arbeiten an Subunternehmer vergeben hat. Dies habe die Landesregierung zwar gewusst, es sei aus ihrer Sicht auch „nicht ungewöhnlich und gängige Praxis“. Jedoch sei das Land als Auftraggeber über den Umfang der Fremdvergabe nicht informiert worden: „Dass die KIVBF über 90 Prozent der Gesamtprojektleistung an Subunternehmen vergibt, war dem Kultusministerium bis zum Erhalt des beauftragten Gutachtens (Ende Mai 2018, d. Red.) nicht bekannt und dieses Ausmaß zu keinem Zeitpunkt Gegenstand der Gespräche.“

Ein Subunternehmer könnte nun zum Problem werden. Bis Ende August muss KIVBF einen Vertrag mit der US-Softwarefirma Veritas vorlegen, sonst soll das Projekt „Ella“ abgewickelt werden. Axel Habermehl

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26.07.2018, 06:00 Uhr
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