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Kommentar zu Friedensnobelpreisträgerin Suu Kyi

Als Vorbild versagt

Der Druck auf Aung San Suu Kyi steigt. Die birmesische Regierungschefin soll sich endlich gegen die brutale Verfolgung der Minderheit der Rohingya in ihrem Land stellen. Das sei die Friedensnobelpreisträgerin den betroffenen Muslimen und ihrem Ruf schuldig.

09.09.2017
  • Elisabeth Zoll

Die Forderung ist unbestritten richtig – und doch offenbart sich darin auch ein Stück Ignoranz. Suu Kyi versagt auf diesem Feld seit Jahren. Schon ihren Aufstieg in das hohe politische Amt und ihren Sieg bei der Parlamentswahl hat sie sich auch mit Schweigen erworben. Denn in der mehrheitlich buddhistisch geprägten Bevölkerung sind die Vorurteile gegenüber Muslimen groß. Nationalistisch gesinnte Mönche heizen immer wieder die Stimmung gegen die Minderheit an. Auch ohne Gewaltexzesse wie jetzt werden die Rohingya bei Gesundheitsvorsorge oder Schulmöglichkeiten für Kinder vernachlässigt. Der Ausschluss von der Grundversorgung hunderttausender Menschen wurde von der internationalen Gemeinschaft hingenommen. Das liegt auch an der Hemmung, Kritik an Suu Kyi zu üben.

Die 72-Jährige hat als Freiheitsikone Beeindruckendes geleistet. Den jahrelangen Hausarrest ertrug sie bewundernswert trotz großer persönlicher Opfer. Danach jedoch trübt sich das Bild. Suu Kyi hat unter der lange ungeteilten Militärherrschaft für sich gekämpft und für die Interessen der Mehrheit. Das Schicksal der Muslime ließ sie immer schon auffallend kalt. Mehr noch: Wo wie jetzt Beschwichtigungen nötig wären, kippt die Politikerin mit Terrorvorwürfen an die Adresse der Rechtlosen Öl ins Feuer. Einer Preisträgerin würdig ist dieses Verhalten gewiss nicht.

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09.09.2017, 06:00 Uhr
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