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Politik

Alles außer Hochdeutsch

Schwaben in Berlin? Die habens schwer, sie stoßen auf Vorurteile und Hassparolen. Jetzt reagiert eine Initiative - mit schwäbischem Theater.

03.12.2011
  • HELMUT PUSCH

Berlin "Tötet Schwaben" lautete jüngst die Parole eines Graffitis in der Kollwitzstraße im Berliner Viertel Prenzlauer Berg. Vor wenigen Wochen wurde obendrein ein Brandstifter festgenommen, der als Motiv für seine Taten Schwabenhass zu Protokoll gab.

Das alles erzählt ein potenzielles Ziel dieses Hasses: Achim Ruppel, der aus Albstadt-Ebingen stammt und in Berlin wohnt. Ruppel hat mit anderen Südwestlichtern die Initiative "Schwaben in Berlin" gegründet. Die ruft aber nicht etwa nach dem Ordnungsstaat, der die Zuwanderer vor dem Hass der Alteingesessenen schützen soll.

Ruppel und seine Mitstreiter nutzen andere Mittel - theatralische. Der Regisseur und Schauspieler hat im vergangenen Jahr sein selbstironisches Stück "Der Schwabe ist an allem schuld" herausgebracht und vor allem dort gespielt, wo man die Schwaben am meisten hasst - in Prenzlauer Berg. Die Schreckensvision, die Ruppel den schwabophoben Berlinern zumutet: Die Hauptstadt ist pleite und braucht einen neuen Regierenden Bürgermeister, der sparen kann - natürlich einen Schwaben.

Jetzt hat die Initiative nachgelegt - mit einem Autorenwettbewerb. Das Ziel war ein neues Stück, das nicht minder augenzwinkernd und selbstironisch den Berlinern die Schwaben nahebringen soll. Und die Dramatiker haben offensichtlich ein Herz für die in Berlin Bedrängten: Durch 35 Manuskripte vor allem aus Baden-Württemberg musste sich die Jury lesen, zu der Ex-Bahnchef Heinz Dürr, TV- und Bestseller-Autor Felix Huby sowie Hans-Peter Schütz, der ehemalige Vize-Chefredakteur der SÜDWEST PRESSE, gehörten.

Die Juroren kürten gleich zwei Stücke: "Schwabenhatz" des aus Ulm stammenden Autoren-Duos Ulrike und Hans Münch sowie "Die Dame mit dem Pfauenhut" von Christiane Keppler und Albrecht Metzger - alles in Berlin lebende Schwaben, die in dieser Woche in der baden-württembergischen Landesvertretung die Preise in Empfang nahmen.

Und wie sieht diese Trophäe aus? Sie zeigt eine spitze schwäbische Feder, die ein Berliner Bärenfell aufspießt.

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03.12.2011, 12:00 Uhr
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