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Kollektiv ins Abseits

Alle russischen Athleten für Paralympics gesperrt

Anders als das IOC sieht es das IPC: Das Internationale Paralympics Komitee entschied in der Doping-Affäre Russlands auf einen Total-Ausschluss.

08.08.2016
  • DPA

Rio de Janeiro. Das Internationale Paralympics Komitee (IPC) hat mit aller Härte durchgegriffen und alle russischen Behindertensportler für die Sommerspiele in Rio gesperrt. Im Gegensatz zum gnädigen IOC entschloss sich das IPC in der Affäre um vermeintliches Staatsdoping für einen Komplett-Bann der Athleten aus Russland. „Das System in Russland ist korrupt“, lautete das knallharte Urteil von IPC-Chef Philip Craven.

Das IPC hatte noch vor seiner Verkündung weitere Informationen des kanadischen Juristen Richard McLaren erhalten, der die Untersuchung der Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) zum vermeintlichen Staatsdoping leitete. Seine Ermittlungen ließen dem IPC aus dessen Sicht nun keine andere Wahl als die Kollektivstrafe für die Russen bei den Paralympics vom 7. bis 18. September. Russland reagierte mit Empörung auf die Entscheidung und kündigte einen Einspruch vor dem Internationalen Sportgerichtshof Cas an. „Der McLaren-Report markierte meiner Ansicht nach und auch der Ansicht des IPC-Vorstands nach einen der dunkelsten Momente des Sports“, sagte Craven. Russland sei „nicht in der Lage, dem Anti-Doping-Code des IPC und dem Anti-Doping der Wada zu entsprechen.“ Im Gegensatz zum IPC hatte das IOC Ende Juli noch auf einen historischen Komplett-Bann verzichtet. Stattdessen nahm das Gremium die internationalen Sommersportverbände in die Pflicht, nach strengen Auflagen über Ausschluss oder Start der Russen zu entscheiden. „Das ist deren Entscheidung“, sagte IOC-Sprecher Mark Adams zum IPC-Beschluss. „Der russische Verband war in die Sotschi-Ereignisse verwickelt, und das wiegt am schwersten.“ Craven stellte klar: „Die Entscheidung ist nicht gegen einzelne Sportler gerichtet, sondern dagegen, dass der russische Verband seinen Verpflichtungen nicht nachkommen kann.“ Zugleich wolle sein Verband die Nachkontrollen aller russischen Proben von Sotschi veranlassen. Der Deutsche Behindertensportverband (DBS) hatte Craven und das IPC bestärkt. „Damit setzt der Paralympische Sport ein klares Zeichen und zeigt, dass im Gegensatz zum IOC die Null-Toleranz-Politik in der Dopingbekämpfung des Paralympischen Sports keine leere Worthülse ist“, ließ der Verband wissen. Bei den Winter-Paralympics 2014 hatte der Gastgeber die Nationenwertung haushoch gewonnen.

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08.08.2016, 06:00 Uhr
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